Eben Upton von der Raspberry Pi Foundation hat Teile der Dokumentation für den im eigenen Haus entwickelten RP1 I/O-Controller veröffentlicht.
Der Raspberry Pi 5 sei das bislang komplizierteste und teuerste Entwicklungsprogramm, das man fürRaspberry Pi je in Angriff genommen habe, berichtet Eben Upton. Es habe über sieben Jahre gedauert und rund 25 Millionen US-Dollar gekostet. Es sei auch das erstes Flaggschiffprodukt, das mit dem RP1-I/O-Controller ein bei Raspberry Pi entwickeltes Silizium verwende, so Upton.
Der RP1 besitze ein komplexes Design, das alle analogen Schnittstellen, die für den Bau eines Raspberry Pi erforderlich seien, und die entsprechenden digitalen Controller auf einem einzigen Chip vereint, der auf dem 40LP-Prozess von TSMC implementiert worden sei. Er biete einen MIPI-Kameraeingang und einen Display-Ausgang, USB 2.0 und 3.0, einen analogen Videoausgang und einen Gigabit-Ethernet-MAC; außerdem stelle er genügend 3V3-failsafe Allzweck-E/A-Pins und die verschiedenen digitalen Low-Speed-Peripheriegeräte zur Verfügung, um den 40-poligen Standard-GPIO-Header zu betreiben.
Nun veröffentliche man eine erste Dokumentation für das RP1-Silizium. Wie die Peripherie-Dokumentation für den Broadcom BCM2711, der den Raspberry Pi 4 antreibe, richte sich diese Veröffentlichung an Entwickler, die Treiber für den Raspberry Pi 5 implementieren. Das bedeute, dass diese Veröffentlichung nicht alles über das RP1-Silizium enthalte und stattdessen helfen soll, ein Betriebssystem zu portieren und die Funktionen des Raspberry Pi 5 zu nutzen.




