DistroWatch: Facebook bannt Linux-Nutzer

Distrowatch berichtet, dass Facebook seit 19. Januar Linux als Malware einstuft und Gruppen, die sich mit Linux befassen als "cybersecurity threats" abstempelt. Quelle: DistroWatch

Bann auf Facebook. Quelle: DistroWatch

Die auf Nachrichten und Rankings zu Linux-Distributionen spezialisierte Webseite Distrowatch berichtet, dass Facebook seit 19. Januar Linux als Malware einstuft und Gruppen, die sich mit Linux befassen als “cybersecurity threats” abstempelt.

Posts auf Facebook, die sich DistroWatch erwähnen und verschiedene Gruppen, die sich mit Linux und Linux-Diskussionen in Verbindung bringen lassen, seien entweder geschlossen worden oder es seien viele Posts entfernt worden, berichtet DistroWatch.

Leser würden nun ständig berichten, dass sie keine Posts zu Linux veröffentlichen oder Links zu DistroWatch teilen können. Einige Nutzer würden berichten, dass ihre Accounts wegen Posts zu Linux geschlossen oder limitiert worden seien.

Wie DistroWatch schreibt, sei es traurige Ironie, dass ein guter Teil der Infrastruktur on Faebook auf Linux basiert und dass Facebook selbst in Anzeigen oft Linux-Entwickler sucht.

Wie der Autor des Posts resignierend schreibt, könne man leider nichts dagegen tun, außer den Leuten zu raten, ihre Linux-bezogenen Informationen aus anderen Quellen als Facebook zu beziehen. „Ich habe versucht, gegen die Sperre Einspruch zu erheben, und am nächsten Tag wurde mir mitgeteilt, dass Linux-bezogenes Material im Cybersicherheitsfilter verbleibt. Auch mein Facebook-Konto wurde für meine Bemühungen gesperrt.“

Man habe eine ähnliche Erfahrung gemacht, als Twitter seinen Namen in X änderte – plötzlich konnten Konten, die Nachrichten aus unseren RSS-Feeds gepostet hatten, keine Links mehr weitergeben, heißt es weiter. Diese Art von Zensur sei ein unangenehmer Nebeneffekt von zentralisierten Kommunikationsplattformen wie X, Facebook, Google+ und so weiter.

In dem Bestreben, es den Leuten weiterhin zu ermöglichen, über Linux (und DistroWatch) zu sprechen, sowie ihre Ansichten und Links zu teilen, biete man zwei Optionen an. Zum einen RSS-Newsfeeds, zum anderen einen Mastodon-Account. Bei letzteren werde man anfangen, Updates zu posten – zumindest für neue Distributionen und Ankündigungen für den wöchentlichen Newsletter. Im Laufe der Zeit werden man vielleicht auch Neuigkeiten und Updates über Veröffentlichungen hinzufügen.

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Michael K.
1 Jahr her

Linux gefährdet eben die Macht der Tech-Giganten im Silicon Valley.

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