Mit 24 deutschen Forschungseinrichtungen und Unternehmen arbeitet das Fraunhofer Institute for Photonic Microsystems (IPMS) unter Koordination des Forschungszentrums Jülich an einem deutschen Quantencomputer. Zur Hälfte der Projektlaufzeit kann nun der erste Demonstrator in Betrieb genommen werden, teilt das IPMS mit.
Am Forschungszentrum Jülich geht dann in Kürze ein erster Prototyp des QSolid-Halbzeit-Demonstrators mit 10 Qubits, integriertem Softwarestack und Cloud-Anwenderzugriff in Betrieb, heißt es. Er ermögliche es, Anwendungen sowie Benchmarks für Industriestandards zu testen. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit einer Gesamtsumme von 76,3 Millionen Euro unterstützt.

Realisierter erster Demonstrator des Interposers im kryogenen Testaufbau. Quelle: Fraunhofer IPMS
Der 10-Qubit-Prototyp ist nur ein erster Zwischenschritt hin zu einer höheren Skalierung. Zum Projektende im Dezember 2026 soll das System so weiterentwickelt werden, dass es bestenfalls 30 Qubits bei größtmöglicher Fehlerkorrektur kontrollieren kann, teilt das Fraunhofer IPMS mit.
Vom Fraunhofer IPMS stammt beim Projekt die Expertise aus der hochmodernen, industriekompatiblen CMOS-Halbleiterfertigung. Das Center for Nanoelectronic Technologies (CNT) des Fraunhofer IPMS erforscht im Auftrag für GlobalFoundries in mehreren Forschungsprojekten neue Prozesse und Konzepte für Speichermodule in GlobalFoundries-Chip-Technologien, heißt es in der Mitteilung. Im Fokus der jetzt gestarteten Entwicklungsprojekte steht neben der Entwicklung von Prozessen für die 22nm FDX-Technologie die Optimierung magnetischer, ferroelektrischer und resistiver eingebetteter Datenspeicher.



