Eine repräsentative Studie im Auftrag des E-Mail-Anbieters Web.de hat den Umgang mit Passwörtern untersucht.
Danach haben die Deutschen in Zeiten der Corona-Krise mehr Dienste mit Login ausprobiert. Ein Drittel nutzte bis zu 20 Dienste, die ein Passwort erforderten. Das sind fast doppelt so viele wie im Vorjahr, da waren es nur 18 Prozent.
Allerdings verwendet die Mehrheit (61 Prozent) der Internetnutzer ein und dasselbe Passwort für mehrere oder gar alle Dienste. Und das, obwohl jeder Fünfte (19 Prozent) schon einmal Opfer eines Passwortdiebstahls geworden ist. Auch ändert nur rund die Hälfte der Nutzer (53 Prozent) ihr Passwort nach Medienberichten über solche Hacks. Den höchsten Wert auf ein sicheres Passwort legen die meisten bei Onlinebanking (88%), Online-Payment (71%) und der persönlichen E-Mail-Adresse (50%).
Positiv zu vermerken ist, dass die Nutzung der Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) deutlich angestiegen ist. Knapp die Hälfte der Befragten (49 Prozent) hat eine 2FA bei mindestens einem Onlinedienst aktiviert, zusätzlich zum verpflichtenden Einsatz beim Onlinebanking (Vorjahr: 40 Prozent). Auch bei der Findung sicherer Passwörter halten sich mehr und mehr Anwender an die Empfehlungen und verwenden Sonderzeichen (80 Prozent, Vorjahr: 73 Prozent), Leerzeichen (12 Prozent) und mehr als acht Zeichen (82 Prozent, Vorjahr 77 Prozent). Einfache Zahlen- (1 Prozent ) oder Buchstabenfolgen (3 Prozent) sind aus der Passworterstellung so gut wie verschwunden.





