Zur Übernahme des Groupware-Anbieters Scalix durch den kanadischen Linux-Distributor Xandros sind zusätzliche Details bekannt geworden.
Eines davon lautet: Mit dem kürzlich bekannt gegebenen Abkommen mit Microsoft habe die Übernahme nichts zu tun, betonte Xandros-CEO Andy Typaldos und unterstreicht die Unabhängigkeit des nicht börsennotierten Unternehmens. Die Geschäftsbeziehung zu Microsoft sei durch die Scalix-Übernahme nicht betroffen. Es sei immer der Plan von Xandros gewesen, sein Produktportfolio auszubauen und diese Planung sei Microsoft auch bekannt, sagte Typaldos. Beiden Unternehmen sei klar, dass sie von einigen Produkten und Strategien des anderen profitieren können, von anderen nicht. Ziel der auf den Zukauf von Produkten ausgerichteten Expansionsstrategie sei es, eine Unternehmenslösung aus einer Hand anbieten zu können, erläutert der Xandros-Chef.
Xandros führt Scalix als eigenständiges Unternehmen weiter. Die bestehende Technologie-Partnerschaft mit der Integration von Scalix in den Xandros-Server werde man aber weiter verbessern und vertiefen. Auch die Produktnamen und Logos bleiben erhalten. Scalix-Kunden, die andere Linux-Distributionen einsetzen, sollen weiterhin Unterstützung finden. “Das Scalix-Produkt wird weiterhin für alle Plattformen verfügbar sein, die schon jetzt unterstützt werden”, sagte Typaldos.
Auf der Gehaltsliste von Xandros stehen nach der Übernahme 100 Namen, lässt der CEO wissen. Wieviele Mitarbeiter entlassen werden, lässt er offen: Abgesehen von einigen Doppelbesetzungen werde Xandros das Entwicklungsteam, die Supportabteilung und auch die meisten Sales-Mitarbeiter übernehmen. Das Management von Scalix wechselt alllerdings nicht zu Xandros. Scalix-Chef Glenn Winokur gibt seinen Posten ab und wechselt in den Aufsichtsrat von Xandros. Typaldos übernimmt das Amt des Scalix-Präsidenten. Der Scalix-Finanzchef Walter Lim verlässt Medienberichten zufolge das Unternehmen ganz.
Für die Open-Source-Strategie der Unternehmen habe die Übernahme keine Auswirkungen. Xandros werde seinen freien Angebote weiterführen und auch die Scalix-Community-Edition werde es weiterhin geben.
Wie bereits berichtet, muss die in Privatbesitz befindliche Firma Xandros keine finanziellen Details veröffentlichen und tut dies auch nicht. Dass Xandros einen Börsengang im Blick hat, ist jedoch schon längere Zeit auf der Webseite des Unternehmens zu lesen.



