Der Debugger GDB ist in Version 7.12 erschienen. Er beendet den Support für eine Reihe von Debugging-Targets, unterstützt neuerdings Rust und verbessert den Python-Support.
Herunterladen lässt sich der Quellcode der Software direkt über die Ankündigung auf der Mailingliste, die auch entsprechende Download-Links und Prüfsummen enthält. Sie listet zugleich die Neuerungen von GDB 7.12 auf. Eine ausführliche Liste aller Änderungen liefert das Git-Repository.
Zunächst lassen sich GDB und GDB-Server nun nicht mehr mit einem C-Compiler bauen, der Entwickler benötigt dafür einen C++-Compiler. Die neue Version unterstützt Andes NDS32 als neues Target (“nds32*-*-elf”). Zugleich haben die Entwickler für eine ganze Reihe von Targets den Support entfernt. Dazu zählen beispielsweise: “m32rsdi”, “mips”, “pmon”, “ddb”, “rockhopper” und “lsi”.
Rust-Entwickler dürften sich hingegen über die neu eingeführte Unterstützung für ihre Programmiersprache freuen. Für Python haben die Entwickler den Breakpoint-Support verbessert (“Pending”-Attribut und drei neue Breakpoint-Events) und unterstützen die Convenience-Funktion “$_as_string(val)”, die eine Text-Repräsentation eines Wertes zurück liefert. Wer noch in Fortran programmiert: GDB unterstützt nun Felder und Arrays dynamischer Typen in Structs.
GDB-Server zeichnet Btrace auch ohne ohne aktive GDB-Verbindung auf. Ein negativer Repeat-Count ermöglicht es, Speicher von einer gegebenen Adresse an rückwärts zu durchsuchen. Wer den “group:”- oder “g:”-Präfix zusammen mit dem “catch syscall”-Kommando verwendet, kann nicht zuletzt eine Gruppe verwandter Syscalls einfangen.






