Die Fraktion der europäischen Grünen und der Europäischen Freien Allianz (EFA) will unterstützt vom Debian-Projekt ein System zur sicheren E-Mail-Verschlüsselung einsetzen.
Auf einigen Laptops laufe aus diesem Grund bereits eine speziell zugeschnittene Version von Debian, schreibt das Open Source Observatory. Unterstützt werde die Grüne-EFA-Fraktion durch die Debian-Community, zudem kooperiere man mit DG ITEC, dem IT-Bereich der europäischen Kommission. Rebecca Harms, Vizepräsidentin der Gruppe, begründet die Maßnahme mit den durch Edward Snowden bekannt gewordenen Details zu den Überwachungsmaßnahmen der amerikanischen und britischen Geheimdienste.
Der dänische IT-Consultant Jonas Smedegaard, einer der helfenden Debianer, erläutert die konkreten Schritte. Man wolle den Abgeordneten zeigen, wie sie auf Basis von Thunderbird und GnuPG ihre E-Mails sicher verschlüsseln können, es gehe nicht um das Schreiben von Dokumenten und das Surfen im Internet. Die proprietären E-Mail-Lösungen des Europäischen Parlaments könnten keine vertrauenswürdige Verschlüsselung liefern. Smedegaard ist Kopf von Debian-Parl, einem Projekt, das Debian für den Einsatz im Parlament anpassen möchte. Es will Debian in verschiedenen vorkonfigurierten Profilen zur Verfügung stellen, um den Parlamentariern maßgeschneiderte Sicherheitslösungen anzubieten und so komplexe technische Entscheidungen zu ersparen. Das “Laptop-Projekt” der Grünen/EFA-Gruppe stelle ein erstes vorkonfiguriertes Profil dar.
Update: Rebecca Harms ist, anders als in der News geschrieben, Kofraktionsvorsitzende und nicht Vizepräsidentin der Gruppe (kki).





