Debian kehrt zur Glibc zurück

Aurelien Jarno, der sich im Debian-Projekt um die Qualitätskontrolle kümmert, hat in seinem Blog eine Rückkehr von der Embedded Glibc (Eglibc) zur Glibc angekündigt.

Vor fünf Jahren war Debian mit dem Wechsel zur Eglibc noch den umgekehrten Weg gegangen. Doch die Eglibc sei ein totes Projekt, schreibt Jarno nun in seinem Blog. Dafür gibt es mehrere Gründe. Nach dem Weggang Ulrich Dreppers und der Selbstauflösung des Glibc-Steering-Committee sei das Projekt nun wesentlich zugänglicher geworden, schreibt Jarno. Die Entwicklung stütze sich nun auf Peer Reviews und produziere daher weniger fehlerhaften Code. Zudem sei es möglich, dasselbe Repository für alle Architekturen zu verwenden.

Auch die wichtigsten Features der Eglibc seien inzwischen in der Glibc gelandet, darunter eine Posix-Shell und das Umbenennen reservierter Schlüsselworte. Lediglich der Support für konfigurierbare Komponenten fehlt. Sie hätten es ermöglichen sollen, kleinere Varianten der Eglibc zu bauen, allerdings wurde nie an dem Feature gearbeitet, weil offenbar der Bedarf dafür fehlt.

Die Glibc ist bereits in Debian gelandet, die letzte Release der Eglibc-Bibliothek ist Version 2.19.

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