Debian 9.4 schließt Lücken im Kernel

Mit Debian 12.11 hat das Projekt ein weiteres Point-Release für Debian 12 alias Bookworm veröffentlicht.

Das vierte Update für Debian 9 (Codename “Stretch”) aktualisiert ein paar Softwarepakete und schließt Sicherheitslücken im Kernel und der mitgelieferten Software.

Zu den Aktualisierungen, über die wie üblich eine eigene Webseite informiert, gehören Reparaturen an Apparmor, dessen Feature-Set Debian 9.4 an den Kernel bindet. Auch das Überführen systembezogener Cronjobs in den SE-Linux-Kontext haben die Entwickler überarbeitet. Eine neue Version von Dbus erhöht das File-Deskriptor-Limit.

Auch von verschiedenen anderen Paketen gibt es neue Versionen, darunter vom Paketmanagement-System Flatpak, dem Data Plane Development Kit (DPDK), PostgreSQL 9.6, Postfix, Tzdata, den älteren Nvidia-Grafikkartentreibern 304xx und 340xx, von “nvidia-settings”, “nvidia-xconfig” und nicht zuletzt von Linux selbst.

Kernel-Fixes

Apropos Kernel: In dem schließt Debian 9.4 einige Sicherheitslücken, zum Beispiel in eBPF, die unter Umständen zu Abstürzen, unerwünschten Rechte-Übernahmen oder Informationslecks führen können. Wer eBPF nicht benötigt, kann es laut dem Security-Report (DSA 4073) auch deaktivieren, über “sysctl kernel.unprivileged_bpf_disabled=1”. Der Report weist zudem darauf hin, dass Debian unprivilegierte User Namespaces standardmäßig abschaltet. Wer sie dennoch nutzt, sollte wissen, dass sie sich von lokalen Anwendern ausnutzen lassen.

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