Der Kernel-Entwickler Tejun Heo hat Patches für ein "Character device in Userspace (CUSE)" eingereicht. Es kann dem Kernel funktionierende Device-Dateien für zeichenorientierte Geräte vorgaukeln.
Vorbild für Heos Entwicklung ist das Filesystem in Userspace (FUSE), auf dem viele originelle Dateisysteme aufsetzen, etwa um Web-Accounts in den Linux-Verzeichnisbaum einzubinden.
Nach Ansicht seines Schöpfers eignet sich CUSE beispielsweise dazu, veralteten Programmen eine serielle Schnittstelle zu bieten, etwa für Synchronisationstools von PDAs. Daneben hat Tejun Heo mit Hilfe von CUSE dem veralteten OSS-Soundsystem Beine gemacht, um unter User Mode Linux (UML) den Sound des Gastgeber-Systems zu nutzen.
Der Entwickler betreibt einen eigenen Git-Zweig für CUSE. Die Kommentare anderer Kernel-Entwickler fielen bisher eher skeptisch aus. Einige hinterfragen Heos Vorgehen grundsätzlich und würden beispielsweise lieber ALSA-Unterstützung für das UML-Host-Audio sehen.



