Curl-Entwicker Stenberg erhält nach 937 Tagen US-Visum

Surprise! Nach 937 Tagen beziehungsweise rund zweieinhalb Jahren hat der schwedische Curl-Entwickler Daniel Stenberg ein US-Visum erhalten. Fliegen will er wegen COVID-19 aber vorerst nicht.

Im Juni 2017 wollte Stenberg zu einem Mozilla-Treffen nach San Francisco fliegen. Doch die Reise endete bereits am Flughafen, etwas sei mit seinem ESTA-Visum nicht in Ordnung, hieß es am Schalter. Seitdem versucht der Schwede erfolglos, herauszufinden, was das Problem sei. Das weiß er bis heute nicht. Mehr als ein paar schmallippige und äußerst vage Aussagen über einen noch laufenden Verwaltungsprozess erhielt Stenberg nie.

Im Oktober diesen Jahres kam dennoch Bewegung in die Sache: Die Botschaft forderte ihn auf, seinen Pass dorthin zu schicken. Am 9. November erhielt er schließlich seinen Pass zurück und ein für 10 Jahre gültiges Visa für USA-Besuche. Das erlaube es laut seinem Blogpost sogar, während der Presidential Proclamations, also aktuell, in die USA zu reisen. In diesem Zeitraum gelten mitunter Restriktionen für Reisende aus dem Schengen-Raum. Doch aufgrund von COVID-19 kommt Reisen für Stenberg gerade nicht in Frage.

Was den Ausschlag für die Aushändigung des Visums gegeben habe, darauf weiß Stenberg in seiner Rekonstruktion der Ereignisse keine wirkliche Antwort. Er tippt, dass es womöglich an einer Intervention eines Bekannten lag, der sich an Gerry Connolly gewandt hatte. Der demokratische Politiker sitzt für Virginia im Repräsentantenhaus und wandte sich mit einer Anfrage an die US-Botschaft in Stockholm. Stenberg glaubt, das habe womöglich den Ausschlag gegeben und die Dinge in Bewegung gebracht.

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