Wie die OSBA Working Group Office-Interoperability in einer Pressemitteilung bekannt gibt, haben Linux-Distributor Suse, die Hamburger Libre-Office-Spezialisten Lanedo und zahlreiche Behörden unter Leitung des Linux-Verbandes die Unterstützung von OOXML in Libre Office und Apache Open Office deutlich verbessert. Auch ein Workshop für die nächste Runde ist bereits geplant.
Koordiniert von der OSBA-Arbeitsgruppe Office-Interoperabilität, durchgeführt von zwei deutschen Linux-Firmen, finanziert und angefordert von deutschen, schweizer und französischen Behörden: Die OSBA hat ein “Anwender-gesteuertes Crowdfunding-Entwicklungsprojekt” zur Verbesserung von Libre Office und Apache Open Office abgeschlossen.
Behördenfinanziert
Die Stadt München, das Schweizerische Bundesgericht, das Französische Ministerium für Kultur und Kommunikation und andere Behörden investierten gemeinsam 160 000 Euro, um die Wunschliste der Änderungen abgearbeitet zu bekommen. Die Arbeit gemacht haben die Libre-Office-Teams von Suse und Lanedo. Die neuen Funktionen wurden bereits in den Versionen 3.6 bis 4.1 von Libre Office der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, da sämtlicher Quellcode der Apache 2.0. Lizenz unterliegt und die Upstream-Weitergabe bereits in der Spezifikation vorgegeben war.
Nächste Runde: Workshop
In der zweiten Runde des Projektes wollen die Working-Group-Mitglieder der OSBA in einem Workshop Ende Oktober die Anforderungen spezifizieren, um die nächsten “benötigten Verbesserungen bei LibreOffice/Apache OpenOffice zu definieren”. Dabei soll jetzt die OOXML-Kompatibilität hinsichtlich Änderungen und Änderungsverfolgung innerhalb von Dokumenten im Mittelpunkt stehen, schreibt die OSBA.Für die Teilnahme am Workshop verlangt die OSS-Lobbygruppe 2500 Euro pro Organisation, bietet dafür aber direkten Einfluss auf die Ergebnisse der nächsten Entwicklungsrunde.




