Crowdfunding für GnuPG

Das Projekt hinter GnuPG startet seine erste Crowdfunding-Kampagne und möchte mit dem Geld eine neue Webseite und eine langfristige Infrastruktur aufbauen.

Mit den in der Kampagne anvisierten 24 000 Euro verfolgt das GnuPG-Projekt (GNU Privacy Guard) verschiedene Ziele. So will man die Webseite für Mobilgeräte zugänglich machen und eine für alle Geräte geeignete Downloadseite anbieten. Auch eine Abteilung mit Leitfäden, Videos und Handbüchern soll es für GnuPGP-Einsteiger und -Anwender geben.

Daneben soll das Geld die Fertigstellung von GnuPG-Version 2.1 finanzieren, will man die Webseite über das Tor-Netzwerk erreichbar machen und soll es eine Spendenseite für langfristige Projekte geben. Laut Projektgründer und Hauptentwickler Werner Koch verzeichnet das Projekt seit den Enthüllungen um Edward Snowden einen rasanten Popularitätsgewinn: “Nach 16 Jahren Entwicklung bitten wir nun um Community-Support und wollen den Wunsch nach Privatsphäre finanziell nutzen, um einem breiten Publikum den Zugang zu GnuPG zu erleichtern.”

Die Entwickler weisen in ihrer Pressemitteilung darauf hin, dass GnuPG auch nach der Veröffentlichung der NSA-Dokumente zu den wenigen unumstrittenen Tools gehört. Edward Snowden und seine Kontakte, zu denen auch der Sicherheitsforscher Bruce Schneier zählt, seien zu GnuPG gewechselt, als sie sich Anfang des Jahres mit den geheimen Dokumenten befassten. Auch Institutionen wie das Wall Street Journal, das Committee to Protect Journalists und ProPublica würden inzwischen GnuPG nutzen, um ihre Mitglieder und Quellen zu schützen. Selbst Phil Zimmermann, Erfinder von Pretty Good Privacy (PGP), sei zu GnuPG gewechselt.

Kampagnenmanager Sam Tuke schreibt: “Während Millionen von Nutzer GnuPG verwenden, um sicher auf Servern, Laptops und Smartphones zu arbeiten, decken die 2013 gesammelten Spenden in Höhe von 3000 Euro noch nicht mal die Fixkosten.” Spenden würden die Arbeit an neuen Features ermöglichen und GnuPG besser und nachhaltiger gestalten. Das sieht Tor-Mitarbeiter und Journalist Jacob Appelbaum ähnlich: “GnuPG ist wichtig, denn es gibt uns die Sicherheit, die wir brauchen, um unsere Arbeit zu tun. Community-Funding ist ein kritischer Teil für eine abgesicherte Zukunft von GnuPG.”

E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Nach oben