Collabora Office 26.04 bringt Desktop-Version näher an die Betriebssysteme

Collabora hat mit Version 26.04 eine neue Ausgabe seiner Bürosoftware für Windows, Mac und Linux veröffentlicht.

Collabora hat mit Version 26.04 eine neue Ausgabe seiner Bürosoftware für Windows, Mac und Linux veröffentlicht. Nach Angaben des Unternehmens baut die Version auf der im vergangenen Jahr eingeführten Desktop-Variante auf und erweitert diese um neue Funktionen sowie eine engere Integration in die jeweiligen Betriebssysteme.

Die Desktop-Anwendungen nutzen dieselbe Codebasis wie Collabora Online. Dadurch stehen laut Anbieter Neuerungen der Online-Version nun auch lokal zur Verfügung. Zu den Änderungen zählen die Entwickler Dokumentenvergleich und eine Mehrseitenansicht in der Textverarbeitung Writer, zusätzliche Werkzeuge für Tabellendesigns und berechnete Pivot-Tabellenfelder in Calc sowie eine verbesserte Unterstützung mehrerer Monitore, Folienabschnitte und Präsentationsfunktionen in Impress.

Neu ist außerdem eine optionale Unterstützung für Künstliche Intelligenz, die standardmäßig deaktiviert bleibt. Der Assistent arbeitet laut der Ankündigung direkt innerhalb der Anwendungen und kann unter anderem Texte entwerfen oder überarbeiten, Formeln erstellen und korrigieren, Präsentationen aus Stichpunkten erzeugen, Dokumente zusammenfassen sowie Bilder generieren. Vor dem Lesen oder Ändern von Dokumentinhalten fordert die Software jeweils eine Bestätigung des Nutzers an. Zusätzlich unterstützt Collabora Office nun den Import und Export von Markdown-Dateien.

Auch die Plattformintegration fällt umfangreicher aus. Unter Linux erscheint Collabora Office als Anwendung auf Basis von Qt 6 und steht sowohl als Flatpak- als auch als Snap-Paket bereit. Dort unterstützt die Software unter anderem die automatische Umschaltung auf den Dunkelmodus und berücksichtigt Systemeinstellungen für die Schriftgröße. Unter Windows bietet die Anwendung unter anderem eine native Menüleiste, Unterstützung für unterschiedliche Bildschirmauflösungen sowie das Signieren von Dokumenten über den Zertifikatsspeicher des Betriebssystems. Die Mac-Version integriert sich mit einer nativen Dokumentenverwaltung, einer verbesserten Zwischenablage und einer optimierten Mehrschirm-Unterstützung.

Darüber hinaus führt Collabora die bisher getrennten Codebasen der Desktop- und Online-Version in einem gemeinsamen Quellcodebestand zusammen. Nach Angaben des Unternehmens sollen sich dadurch Entwicklung, Tests und die Bereitstellung neuer Funktionen für beide Varianten vereinfachen.

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