Nach Einschätzung der Unternehmensberatung Deloitte wird die gegenwärtige Chipkrise auch 2022 anhalten.
Die Berater prophezeien, dass Kunden auch Ende 2022 noch 10 bis 20 Wochen auf verschiedene Chips warten müssen. Und das, obwohl Finanzinvestoren in diesem Jahr mehr als 6 Milliarden US-Dollar in Halbleiterfirmen investieren werden, dreimal mehr als zwischen 2000 und 2016.
Die anhaltende Knappheit wird die Branche nicht gleichmäßig treffen, stellt Deloitte fest. Chips, die mit den fortschrittlichsten Technologien hergestellt werden (3-, 5- und 7-Nanometer), werden weiterhin knapp sein – sie sind sehr gefragt und am schwierigsten herzustellen. Deloitte prognostiziert, dass die Knappheit 24 Monate andauern wird, bevor sie sich zurückbildet, ähnlich wie bei der Chipknappheit 2008-2009.
Trotz der Herausforderungen sind die weltweiten Halbleiterumsätze gestiegen und werden weiter steigen. Der Semiconductor Industry Association zufolge stieg der Umsatz im Jahr 2021 um 20 Prozent und soll bis 2022 um weitere 9 Prozent auf 574 Milliarden US-Dollar steigen. Parallel dazu ist in den Jahren 2020 und 2021 aber auch die Chipnachfrage sprunghaft gestiegen, was zum Teil auf die Pandemie zurückzuführen ist. Für 2022 wird erwartet, dass die Nachfrage deutlich über dem langfristigen Trend liegen wird.





