Chefcon 2018: Chef Workstation und Habitat-Updates

Zurzeit findet die Chefcon 2018 in Chicago statt. Anlass genug für die Entwickler der Konfigurationsmanagement-Software, verschiedene Neuigkeiten auf Besucher und Beobachter los zu lassen.

Zu den Neuheiten gehört Chef Workstation, das es erlaubt, Chef mit Hilfe einer simplen One-Click-Installation zu starten. Die Software hat unter anderem das Tool “chef-run” an Bord, das es erlaubt, Systemkonfigurationen auch per SSH oder Win RM zu verwalten, ohne dort vorinstallierte Software. Dazu lädt die Software einen Chef-Client hoch und führt ihn vor Ort aus. Bei den ersten Schritten hilft ein Tutorial.

Mit Chef Automate 2 gibt der Software-Anbieter zudem ein Update für die hauseigene Continuous-Automation-Plattform bekannt. Deren Architektur haben die Entwickler überarbeitet, die Plattform soll nun performanter sein, besser skalieren und auf Eingaben reagieren. Das UI wurde überarbeitet und zeigt nun die gesamte Infrastruktur an. Es erhöht die Sichtbarkeit laufender Prozesse und vereinfacht Debugging. Dank Inspec-2-Support weitet die Plattform zudem Compliance-Scans auf Cloudumgebungen und Netzwerk-Geräte aus.

Apropos Inspec: Auch in diesem Bereich gibt es einige Neuerungen. So generiert Inspec-Iggy Compliance-Profile aus Terraform-Dateien (“.tfstate”). Zudem ist Inspec nun über die Azure Cloud Shell benutzbar und deckt zudem populäre Bereiche der Google Cloud Platform (GCP) ab.

Lokale Habitate bauen

Nicht zuletzt gibt es Ankündigungen für Habitat Builder, das Chef-Nutzern einerseits dabei hilft, ihre alten Anwendungen in ein Cloud- oder Containerumfeld zu hieven. Andererseits greift es ihnen bei der Adoption von Containertechnologie für neue Anwendungen unter die Arme.

Die erste Neuerung ist, dass Habitat Builder Depot nun auch auf den firmeneigenen Servern läuft, hinter einer Firewall, ohne Cloudanbindung. Bei Habitat Builder Depot handelt es sich um eine Reihe von Diensten, die es erlauben, Habitat-Pakete in solchen Umgebungen laufen zu lassen.

Bessere Cloudanbindung

Als zweite Neuerung nennen die Chef-Entwickler eine bessere Integration in Cloud-Native- und Container-Ökosysteme. So verheiratet der Habitat Operator für Kubernetes das gewöhnlich Management-Interface mit dem Operator-Modell von Kubernetes. So lassen sich Habitat-Pakete am besten in Kubernetes betreiben. Es erspart den Entwicklern, für jede Anwendung eigene Operatoren schreiben zu müssen. Zudem nutzt Habitat Builder nun die Azure Container Registry (ACR) als Exportziel.

Nicht zuletzt gibt es neuerdings eine Referenzimplementierung des Open-Service-Broker-Standards (OSB), der es erlaubt, Anwendungen und Services in verschiedenen Clouds und unterschiedlichen Plattformen miteinander zu verbinden. Die Helm-Chart-Integration erlaubt es, mit Habitat gebaute Pakete in Helm zu exportieren. In Verbindung mit Splunks HTTP Event Collector (HEC) lassen sich zudem Habitat-Anwendungen auf ihren Zustand überprüfen.

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