Chef der Linux Foundation kommentiert Github-Kauf

Jim Zemlin, der Chef der Linux Foundation, hat sich nun auch zu Microsofts Kauf von Github geäußert. Er betrachtet ihn als Anlass zum Feiern.

Seinem Blogpost stellt er ein Zitat von Winston Churchill voran: “In War: Resolution, In Defeat: Defiance, In Victory: Magnanimity, In Peace: Good Will.” Zemlin hat sich in seinem Beitrag offenbar für die letzte Option entschieden.

Microsofts Kauf von Github sei keine böswillige Verschwörung, um 70 Millionen Open-Source-Projekte in seinen Besitz zu bringen. Er habe das mit seinen Anwälten drei Mal geprüft: Kubernetes oder Node.js gehören dem Unternehmen auch nach dem Kauf nicht, schreibt er.

Einen Kaufgrund für Microsoft findet er in Steve Ballmers Slogan “Developers, Developers, Developers”, wobei Microsoft die Open-Source-Entwickler inzwischen eben nicht mehr ausschließe. Quelloffene Software habe die Welt verändert, das würde auch das Unternehmen inzwischen verstehen. Ohnehin kämen von Microsoft seit einiger Zeit mit die meisten Beiträge zur Open-Source-Entwicklung. Nicht zuletzt vertraue er dem neuen CEO Nat Friedman.

Open Source braucht Plattformen

Ein wichtiger Punkt taucht eher am Rande von Zemlins Text auf: Open-Source-Entwickler-Communities sind stark abhängig von Plattformen von etablierten Firmen oder Startups wie Github, Gitlab oder Stack Overflow. Es gäbe ein Vertrauen darauf, dass die Betreuer solcher Plattformen ‘das richtige tun’, die Plattformen nützlich gestalten und zugänglich für alle machen, schreibt Zemlin. Und es gäbe ein Bündel an Erwartungen der Community, die diese Betreuer bedienen müssen, andernfalls drohe ein “Exodus auf konkurrierende Plattformen”.

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