Die Linux Foundation hat in Berlin eine neue Stiftung angekündigt. Die Ceph Foundation nimmt mit mehr als 30 Mitgliedern ihre Arbeit auf. Sie will an einem universell einsetzbaren verteilten Open-Source-Storage arbeiten.
Ceph ist ein verteilte Speicherlösung für Block- und Dateispeicher. Die kommt vor allem im Cloudbereich zum Einsatz, etwa zusammen mit Open Stack. Das Rook-Projekt verwendet Ceph, um Kubernetes mit einer Speicherlösung zu versorgen.
2006 wurde Ceph erstmals von Sage Weil und weiteren Mitstreitern auf der Usenix-Konferenz vorgestellt. 2010 landete Ceph-Support im Linux-Kernel, ab 2012 bot die Firma Inktank kommerzielle Dienstleistungen rund um Ceph an. 2014 übernahm Red Hat schließlich Inktank, führte 2015 aber das so genannte Ceph Community Advisory Board ein. In ihm saßen viele der weltweiten Ceph-Nutzer, die nun auch als Mitglieder der neu gegründeten Ceph Foundation auftreten.
Zu den Gründungsmitgliedern der Ceph Foundation, die laut Ankündigung unter dem Dach der Linux Foundation operiert, gehören Red Hat, Suse und Canonical, aber auch Digital Ocean, Western Digital und Intel und viele weitere. Die Stiftung soll bei den finanzierenden Unternehmen nicht nur Geld für die Entwicklung einsammeln, sondern will damit auch Trainings anbieten und eine Infrastruktur rund um das Speicherprojekt aufbauen.
Ceph kommt mittlerweile in vielen großen Unternehmen zum Einsatz, etwa bei Finanzinstituten, Cloud-Anbietern, akademischen Institutionen und Behörden, in der Telekommunikation oder der Autoindustrie.




