CBI: Pakete für Fedora 10 bekritteln eigene Fehler

Das universitäre Forschungsprojekt "Cooperative Bug Isolation" bohrt Fedora-Pakete auf, so dass sie Debug-Meldungen über sich selbst ausgeben. Fedora 10 ist bereits unterstützt.

Um sich am Debuggen der Fedora-Pakete zu beteiligen, installiert der Benutzer ein vom CBI-Projekt (Cooperative Bug Isolation) vorbereitetes Konfigurationspaket. Im Anschluss installiert er wie gewohnt zum Beispiel per Yum die vorbereiteten CBI-Pakete, denn das CBI-Repository ist nun in die Nachschub-Liste eingetragen. Die präparierten Pakete liegen für eine begrenzte Anzahl von Software vor, zur Zeit die Version 2.24.1 von Evolution, dem Gnome-Panel und Nautilus, Gimp 2.6.2, Gnumeric 1.8.2, Pidgin 2.5.2, Rhythmbox 0.11.6 und Spim 7.3. Die Macher versprechen, dass das Selbst-Debugging den Ablauf der Software nicht merklich beeinträchtigt.Über die Art der Aufzeichnungen und Messungen, den Datenschutz sowie die vom Projekt erhofften Erkenntnisse informiert eine eigene Website. Für Fedora-Entwickler, die selbst Pakete für die Fehlerjagd anpassen wollen, stellt das Projekt ebenfalls Hinweise bereit.

Der Projektentwickler Ben Liblit von der Universität Wisconsin-Madison informierte in seiner E-Mail an die Fedora-Announce-Liste, dass neben der neuen 10 auch für Fedoras von 1 bis 9 die selbstkritischen Pakete bereit liegen, wobei man für die Cores 1 bis 3 nach Anleitung einige Konfigurationsdateien ergänzen muss. Die Forscher betonen, dass auch die Berichte älterer Distributionen für die Auswertung interessant sind. Für andere Distributionen und weitere Pakete scheint es an Zeit zu fehlen, Anregungen sind jedoch erbeten.

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