Canonical: IPO geplant, aber Desktop bleibt wichtig

In Interviews mit dem Youtube-Channel The Cube und Zdnet am Rande des Open Stack Summit 2017 gab der alte und neue Canonical-CEO Mark Shuttleworth Einblicke in die kommende Strategie.

In der aktuellen Release 17.04 sind die Desktop-Umgebung Unity und der Display-Server Mir noch enthalten. Aber mit der nächsten Ausgabe beginnt der Rückbau der beiden Projekte, für das die Entwickler viel Kritik kassiert haben. Dann setzt die Distribution wieder aus Gnome 3 als primäre Schnittstelle, in Kombination mit der Implementation Wayland, die den alten X-Server ablösen soll.

Einer der Gründe für die Abkehr von der Konvergenzstrategie dürfte ein geplanter Börsengang gewesen sein. Im Geschäftsbereich stünden die Bereiche Server (Cloud) sowie das Internet der Dinge (IoT) im Fokus. Gerade letzteres sei ein Bereich, der in Bezug auf die wirtschaftlichen Perspektiven erst ganz am Anfang stehe. Doch auch der  Desktop bleibe weiter wichtig, sagte Shuttleworth in einem Interview mit The Cube [Video]. Das sei der Tribut, den das Unternehmen den Entwicklern zolle, die an der Entwicklung freier Software arbeiten würden.

Gegenüber Zdnet erklärte Shuttleworth, man wolle die Firma “fit für einen Börsengang machen. Wir müssen herausfinden, welche Schritte wir unternehmen müssen, um uns vorwärts zu bewegen.” Eine Timeline gebe es aber nicht. Erst wolle man die Firma profitabel machen, und nach einer Investitionsrunde an die Öffentlichkeit gehen. Was den Desktop angehe, werde man nicht länger versuchen, etwas eigenständiges zu entwickeln, Gnome zöge für die Nutzer am wenigsten Änderungen nach sich. Canonical wolle zudem alles tun, um die Unity-Entwickler aus der Community zu unterstützen.

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Jörg Linuxfreund
8 Jahre her

>Was den Desktop angehe, werde man nicht länger versuchen, etwas eigenständiges zu entwickelnSchade das er sich hier explizit auf den Desktop beschränkt, lässt so ein Satz doch genug Spielraum für Spekulationen in den anderen Bereichen.

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