Canonical führt Enterprise Store für Ubuntu-Pro-Kunden ein

Ubuntu-Logo

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Beim neuen Enterprise Store handelt es sich um einen Proxy, der die Softwareverwaltung hinter Firewalls und in Air-Gap-Netzwerken erleichtern soll. Der Enterprise Store steht allerdings nur Ubuntu-Pro-Abonnement zur Verfügung.

Ubuntu-Systeme installieren und aktualisieren ihre Snaps, indem sie über das Internet direkt mit dem entsprechenden Software-Store von Canonical kommunizieren. Dieses Vorgehen scheitert jedoch hinter restriktiven Firewalls und bei sogenannten Air-Gap- beziehungsweise vom Internet getrennten Netzen.

Als Lösung führt Canonical den Enterprise Store ein. Er läuft als Proxy im Unternehmen und setzt sich zwischen die Ubuntu-Systeme und den Snap-Store von Canonical. Die Ubuntu-Systeme im Unternehmensnetz beziehen dann ihre Updates und Snap-Pakete vom Enterprise Store. Diese Arbeitsweise kommt ganz nebenbei auch Unternehmen entgegen, die wie im Finanz- oder Gesundheitssektor eine genaue Kontrolle über die Datenflüsse und eine Auditierfähigkeit benötigen.

Der Enterprise Store spiegelt neben Snaps auch Charms, nicht aber DEB-Pakete, die noch immer den Unterbau eines Ubuntu-Systems stellen. Des Weiteren gibt es ihn nur für Ubuntu-Pro-Abonnenten.

Der Enterprise Store parkt sämtliche Pakete in einem Cache, was wiederum Bandbreite Richtung Internet spart. Bei Air-Gap- beziehungsweise isolierten Netz können Administratoren den Enterprise Store manuell mit aktualisierten Paketen befüllen. Darüber hinaus bietet der Proxy eine Revisionskontrolle, über die Administratoren unter anderem eine ganz bestimmte Version einer Software festschreiben können (Pinning). Abschließend dürfen Unternehmen mehrere verteilt laufende Instanzen des Enterprise Stores hochfahren und so über einen vorgeschalteten Reverse Proxy eine Hochverfügbarkeit herstellen.

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