Rund ein Jahr nach Version 4 ist mit Calibre 5.0.1 eine neue Version der freien E-Book-Plattform für Linux, Mac OS und Windows erschienen. Der Umzug des Codes auf Python 3 ist eine der größten Kraftanstrengungen dieser Ausgabe.
Außerdem unterstützt die E-Book-Verwaltung nun Hervorhebungen und springt mit einem Dark-Mode auf den aktuellen Trend zu dunklen Bildschirmhintergründen auf.
Mit dem Umzug der Codebasis auf Python 3 befasst sich die Entwicklung schon länger. Python 2.x verliert in diesem Jahr den Support durch den End-of-Life-Status, was den Umstieg unumgänglich macht. Mit dem Wechsel sollten die Calibre-Nutzer ohne größere Probleme zurechtkommen. Es gäbe allerdings einige Plugins von Drittanbietern, die noch nicht auf Python 3 portiert worden seien. Eine Liste der verschiedenen Plugin-Ports hat das Calibre-Team hier veröffentlicht. Der Umstieg auf Python drei habe bedeutet, rund eine halbe Million Codezeilen zu portieren, nicht zu vergessen mehrere zehntausend Zeilen Extension-Code, lässt Calibre-Entwickler Kovid Goyal wissen. Er bedankt sich bei der Community, ohne die diese Anstrengung nicht möglich gewesen wäre.

Dark-Mode in Calibre. Quelle: Calibre
Mit dem Dark-Mode in Calibre 5 können nun das Haupt-Interface, den E-Book-Viewer, den E-Book Editor und auch den Content Server mit dunklem Hintergrund nutzen. Während der Modus in Mac OS und Windows sich automatisch aktiviert, wenn die Betriebssystem-Einstellungen entsprechend gesetzt sind, muss er unter Linux händisch eingestellt werden. Das Setzen der Umgebungsvariable “CALIBRE_USE_DARK_PALETTE=1” ist dafür nötig.
Eine zusätzliche Verbesserung stellt die erweiterte Suche im E-Book-Viewer dar. Dort lässt sich nun nach ganzen Wörtern und regulären Ausdrücken suchen, und die Ergebnisse lassen sich dann gruppiert nach Kapitel darstellen. Ein Button führt den Nutzer zudem an die Stelle im Buch zurück, wo er die Suche gestartet hat.






