CaaS: Xen kooperiert mit Hyper

Viele betrachten Container ja ohnehin als Hype-Thema. Da ist es nur folgerichtig, wenn Xen eine Partnerschaft mit einem Anbieter namens Hyper eingeht. Der liefert eine Hypervisor-agnostische Docker-basierte CaaS-Lösung.

Laut der offiziellen Ankündigung auf Xenproject.org erlaubt es Hyper, Docker-Container auf Basis der Xen-Virtualisierung einzusetzen. Die Firma will ihre Technologie auf dem Xen Project Developer Summit vorstellen, der vom 17. bis 18. August in Seattle (USA) stattfindet.

Das Problem, das Xen lösen will, ist der Shared-Kernel-Ansatz in CaaS-Szenarien. Hyper nutzt Virtualisierung, um eine harwarebasierte Isolation zu erreichen. Es braucht kein Gast-OS, sondern nutzt den Hyper-Kernel, einen angepassten Linux-Kernel mit Docker-Funktionalität, um die Docker-Images zu betreiben. Hyper-Gäste brauchen zudem keine Container-Technologie wie LXC, Cgroups oder Namespaces, sondern lediglich Mount Namespaces, um Pods mit Docker-Images zu verwenden.

So braucht es nur Sekundenbruchteile, um eine Hyper-VM zu starten, die ein Pod von Docker-Images betreibt. Der Angriffsvektor soll sich laut Xen verringern, zugleich auch der Fußabdruck der VM, was eine höhere VM-Dichte pro Server erlaube. Auch falle der Aufwand weg, ein Gast-OS zu betreiben, der Stack sei fest. Mehr Details zu Hyper liefert die Webseite, die Software steht unter Apache-Lizenz und lässt sich auf Github finden.

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Niels Dettenbach
8 Jahre her

Klingt interessant, allerdings scheint die Technologie bisher nur mit der XEN Vollvirtualisierung (QEMU…) zu laufen, was die Vorteile gegenüber traditioneller, hocheffizienter XEN Paravirtualisierung wieder gute Stücke weit aufhebt. Eine gezielt “runtergespeckte” XEN PV VM ist nicht wesentlich “fetter” im RAM, dafür doch noch effizienter auf CPU und Bussen.

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