Bundesnetzagentur ändert Messverfahren zur Mobilfunkversorgung

Die Bundesnetzagentur hat ein einheitliches Messverfahren zum Monitoring der Mobilfunkversorgung in Deutschland eingeführt.

Die Bundesnetzagentur hat ein einheitliches Messverfahren zum Monitoring der Mobilfunkversorgung in Deutschland eingeführt. Damit habe man im Auftrag des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung einen Baustein des „Messpakets“ aus der Gigabitstrategie der Bundesregierung 2022 umgesetzt.

Kern des neuen Messkonzepts (PDF) sei die Messung durch acht Smartphones mit einer einheitlichen Software. Der Schwerpunkt liege auf den Daten zu Sprachtelefonie und den verfügbaren Datenraten. Auf Messfahrten durch festgelegte Gebiete prüfen dann vier Geräte die Qualität der Sprachtelefonie. Die anderen vier messen die verfügbaren Datenraten in den Netzen der vier Mobilfunknetzbetreiber. Die Steuerung und die Erfassung der Messreihen erfolgen über eine cloudbasierte Anwendung.

Bislang seien die Messungen mit Scannern durchgeführt worden, die primär die Stärke eines Funksignals vor Ort erfasst hätten. Mit der Messung mit Endgeräten werde die tatsächlich mögliche Datenrate erhoben.

Für einen späteren Zeitpunkt ist geplant, das System um ein Rucksack-Setup zu ergänzen. Dann ließen sich Gebiete prüfen, die mit Messfahrzeugen nicht erreichbar seien. Auch Messungen in Innenräumen wären damit möglich, berichtet die Bundesnetzagentur. Umsetzungen für Messungen entlang von Wasserwegen seien ebenfalls angedacht.

E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Nach oben