Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat vor teils erhebliche Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die IT-Sicherheitslage in Deutschland und Frankreich gewarnt.
In beiden Ländern habe der Corona-bedingte Digitalisierungsschub die Angriffsfläche und das Risiko erfolgreicher Cyber-Angriffe vergrößert. Das BSI hat für diese Lagebetrachtung mit dem französischen Pendant, der Agence nationale de la sécurité des systèmes d’information (ANSSI) zusammengearbeitet.
Schon vor Beginn der Pandemie hätten die beiden Behörden eine gesteigerte Aggressivität der Erpressungsmethoden bei Ransomware-Angriffen sowie immer mehr Fälle des so genannten “Big Game Hunting” beobachtet. Letzteres seien hochprofessionellen und gezielte Angriffe auf zahlungskräftige Ziele.
Durch die Pandemie seien aber auch verstärkt Betrugsversuche zu beobachten, die mit den Ängsten und den Bedürfnissen von Menschen während der Corona-Krise spielen. So seien gefälschte Webseiten mit vermeintlich offiziellen Informationen entdeckt worden und Seiten, die sich als offizielle Services tarnen. Ein prominentes Beispiel in Deutschland seien Webseiten gewesen, de versucht haben, vertrauliche Nutzerdaten abzugreifen, indem sie sich als offizielle Stellen für Anträge auf Corona-Ausgleichszahlungen ausgaben, so das BSI. Mit diesen Daten seien die Betrüger dann selbst zu Antragstellern geworden oder hätten sonstige Identitätsdiebstahlsdelikte versucht. Der Bericht ist online als PDF nachzulesen.



