Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat den neuen Handlungsleitfaden „Ende-zu-Ende Verifizierbare Onlinewahlen“ für Wahlorganisatoren veröffentlicht.
Die Publikation vermittelt laut BSI einen kompakten Überblick darüber, wie Onlinewahlen verifiziert umgesetzt werden können. Außerdem soll er Entscheidungsträgern helfen, die Vorteile und Aufwände bei der Umsetzung unterschiedlicher Verifizierbarkeitsmethoden für ihre eigene Onlinewahl einzuschätzen. Eine Checkliste unterstützt dabei laut BSI, alle relevanten Schritte bei der Planung und Durchführung zu berücksichtigen.
Bei online durchgeführten Wahlen oder Abstimmungen sei die Transparenz der Wahl sehr wichtig. Im Vorfeld gelte es zu klären, welche Maßnahmen der Wahlvorstand ergreifen und welche Anforderungen das Wahlsystem erfüllen muss, damit die Wählerinnen und Wähler nachvollziehen können, wie das Wahlergebnis erzielt wurde. Mit Hilfe der Ende-zu-Ende-Verifizierbarkeit könne überprüft werden, ob die eigene Stimme in der Wahlurne eingegangen ist. Außerdem sei es möglich zu verifizieren, ob das Endergebnis der Gesamtheit der abgegebenen Stimmen entspricht.
Der Handlungsleitfaden basiert laut dem Bundesamt auf einer detaillierten Studie zu Verifizierbarkeitsmethoden, die umfassende Hintergrundinformationen und tiefgehende Analysen enthält und sich an ein Fachpublikum aus Wissenschaft, Forschung sowie Entwicklerinnen und Entwickler von Onlinewahlprodukten richtet.
Die neue Publikation ergänzt die bestehenden technischen Anforderungen und Hilfestellungen des BSI. Hierzu zählen die Technische Richtlinie BSI TR-03169: Online-Wahlen zur Durchführung von Onlinewahlen, das Common Criteria Protection Profile BSI-CC-PP-0121-2024 für Onlinewahlprodukte sowie der Handlungsleitfaden für Wählerinnen und Wähler, die an einer Onlinewahl teilnehmen.




