Bruce Perens verlässt OSI im Streit

Die Open-Source-Größe Bruce Perens hat der von ihm mitgegründete Open Source Initiative (OSI) wegen Unstimmigkeiten bei der Bewertung einer Lizenz den Rücken gekehrt. Perens war als Repräsentant für die Initiative beim European Technical Standards Institute (ETSI) tätig und auch als Berater in Lizenzfragen.

Bei der für Bruce Perens nicht den Regeln von freier Software entsprechenden Lizenz handelt es sich um die Cryptographic Autonomy License 1.0 (CAL-1.0). Diese Lizenz verlangt, dass Software, die damit lizenziert wurde, es den Nutzern erlaubt, ihre Daten zu exportieren.

Die Cryptographic Autonomy License wurde zur Bewertung an die OSI gegeben, sie stammt von dem Unternehmen Holochain. Bruce Perens bemängelt den Zwang zur Vorhaltung einer Exportfunktion als nicht mit den Definitionen von Freier Software konform. Solche Vorgaben sollten in einer zusätzlichen Vereinbarung geregelt werden, so Perens, da die praktische Durchführung nicht pauschal regelbar sei.

Perens zeigt sich in seiner Mail an die OSI-Liste reichlich verschnupft und bittet um die Kündigung seiner Mitgliedschaft.

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