Bruce Perens kritisiert Intel wegen Benchmark-Verbot

Open-Source-Urgestein Bruce Perens kritisiert die anscheinend geänderten Lizenzbedingungen von Intel zu Microcode-Updates gegen Spectre und Meltdown. Perens findet besonders die Passage, die jegliche Benchmarks untersagt, inakzeptabel.

Prozessorhersteller Intel muss zur Abwehr der Angriffsszenarien Meltdown und Spectre seine CPUs mit Microcode-Updates versorgen. Die Updates führen bei den Prozessoren zu Leistungseinbußen. Dieser Umstand ist für den Hersteller alles andere als günstig. In einem Update seiner Lizenzbestimmungen verbietet der Hersteller deshalb anscheinend kurzerhand die Veröffentlichung jegliche Benchmarks. Bruce Perens findet dieses Vorgehen ein Unding. In seinem Blog schreibt Perens, dass der Microcode schließlich bei jeder Instruktion im Spiel sei, weshalb das Verbot sich auf den gesamten Prozessor auswirke. Ein Entwickler könne so wohl nicht mehr den eigenen Code testen und diese Tests öffentlich machen, ohne gegen die Lizenzbedingungen zu verstoßen, schreibt Perens.

Es sei für Kunden nicht hinnehmbar, dass sie über die Leistungseinbußen nicht informiert werden. Der richtige Weg wäre, so Perens, den Schaden einzugestehen, Lösungen zu veröffentlichen und den Kunden einen geeigneten Weg anzubieten, damit umzugehen. Das Ausmaß des Schadens verbergen zu wollen, sei nicht akzeptabel. Perens bezieht sich auf ein bei Ubuntu veröffentlichtes Lizenzabkommen von Intel, die entscheidende Passage, die die Veröffentlichung von Benchmarks verbietet ist unter Punkt 3, “License Restrictions” zu finden.  The Register berichtet überdies, dass Debian sich wegen der Lizenzbedingungen weigert, den Microcode zu verteilen.

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1 Kommentar
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Linuxhase
7 Jahre her

>Das Ausmaß des Schadens verbergen zu wollen sei nicht akzeptabel.

Das sehe ich ganz genauso, wer Mist baut muss auch dafür gerade stehen, hat jeder mal gelernt!

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