Der Branchenverband Bitkom hat die Umsetzung der Digitalen Agenda der Bundesregierung analysiert und sieht einen Großteil der beschlossenen Maßnahmen abgeschlossen oder in Arbeit.
Die Bundesregierung sei mit der Umsetzung der Digitalen Agenda gut vorangekommen, bescheinigt der Verband in seiner in Berlin vorgestellten Analyse der Projekte. Von 121 Einzelmaßnahmen seien zwei Jahre nach Verabschiedung des Programms 66 umgesetzt und weitere 46 seien in Arbeit. Bei den verbleibenden neun Projekten sei allerdings bislang nichts geschehen. Vor einem Jahr, so der Veband, seien erst 36 Projekte abgeschlossen und 60 in Arbeit gewesen.
Bitkom-Präsident Thorsten Dirks lobt die beachtliche Bilanz. Die langwierigen Verhandlungen zur EU-Datenschutzgrundverordnung seien abgeschlossen, die WLAN-Störerhaftung abgeschafft und beim Verbraucherschutz in der digitalen Welt seien Marktwächter und eine Vielzahl von Einzelprojekten an den Start gegangen. Nun müsse die Sagenda fortgeschrieben werden, mahnt Dirks und schlägt mit Blick auf die digitale Transformation der Wirtschaft den Aufbau lokaler digitaler Ökosysteme, sogenannter Hubs, vor. Ziel dieser Hub sei die Verbindung von Global Player der jeweiligen Leitbranchen mit Mittelstand und Start-ups.
Neben der Analyse hat die Bitkom auch ihren aktuellen Konjunkturausblick für die IT- und Telekommunikationsbranche vorgestellt. Demnach konnten 70 Prozent der Unternehmen im ersten Halbjahr ihre Umsätze verglichen mit dem Vorjahreszeitraum steigern. Der Bitkom-Index für die Konjunkturerwartung im zweiten Halbjahr notiere mit 77 Punkten auf einem Spitzenwert. Positiv fällt auch die Bewertung für den IT-Arbeitsmarkt. 56 Prozent der Unternehmen wollen in diesem Jahr neue Mitarbeiter einstellen.







