Bericht von der SLAC 2015

Für Ende Juni rief Heinlein Support zur Secure Linux Administration Conference, und rund 140 Admins kamen nach Berlin, um Vorträge zu hören, aber auch um sich aktiv auszutauschen.

“Damit beschäftigen wir uns im Moment auch.” — war die vielleicht häufigste Entgegnung eines Teilnehmers der Secure Linux Administration Conference 2015 auf eine Story, die ein anderer Besucher in der Pause zwischen zwei Vorträgen zum Besten gab. Der Austausch über Adminprobleme und -lösungen von Angesicht zu Angesicht stellt ganz sicher einen der Mehrwerte der dreitägigen Veranstaltung dar, für die der Ausrichter Heinlein Support abgesehen vom eher mäßigen Hotel-Kaffee nicht mal Geld ausgeben musste.
 
Die in zwei Tracks organisierten Vorträge der mittlerweile achten SLAC-Auflage rankten sich vom 24. bis zum 26. Juni in Berlin unweit des Kadewe um Themen wie Ceph, Open LDAP, Samba-3-zu-4-Migration, Puppet, Check_MK, Systemd, IPv6 oder Krypto-Grundlagen. Augenscheinlich fand jeder der rund 140 Teilnehmer stets ein Thema, in das er sich setzen wollte. Anders als bei anderen Open-Source-Konferenzen kommen die meisten Referenten nicht von den Herstellern der betreffenden Software, was für mehr Objektivität sorgte.

Nicht selten gerieten die Fragerunden am Ende jeder Task (manchmal auch mittendrin) zum eigentlichen Highlight, beispielsweise wenn Matthias Eckermann, Suse-Produktmanager für SLES, nachdem er über Linux-Dateisysteme und Benchmarkergebnisse referiert hatte, auf den im Publikum sitzenden Kristian Köhntopp traf. Dem war das Thema alles andere als fremd, was nicht nur den anderen Zuhörern, sondern auch dem eigentlichen Vortragenden zu einem Strauß neuer Erkenntnisse verhalf. Köhntopp selbst ließ zwei Stunden später in seinem Vortrag “60 Minutes of Open Stack Hate” gehörig Luft aus der hochgejazzten Blase um Open Stack.

Drei Tage SLAC im Rundum-sorglos-Paket, das zwei Hotelübernachtungen, alle Malzeiten und eine Art Kulturprogramm mit sich anschließendem Restaurantbesuch umfasste, kosteten rund 1650 Euro, die meisten Besucher hätten wohl wenig gegen eine Version 9 einzuwenden.

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