Baden-Württembergs Schulen migrieren zu Univention - von Community-Software weg

Univentions UCS@school findet immer mehr Anwender. Auch im grün-roten Ländle stellt jetzt das Landesmedienzentrum auf die Bremer Linux-Lösung um. Allerdings nicht unbedingt mit vollstem Verständnis der Entwickler der Vorgängerversion, denn die war ebenfalls bereits Open-Source, Linux-basiert und nicht nur an Baden-Württembergs Schulen im Einsatz.

Migrationen zu OSS sind eine gute Sache, meint der Linux-Fan. Und da scheint die Meldung, dass Baden-Württembergs Schulen auf Univentions Linux umstellen, auf den ersten Blick ebenfalls eine gute Nachricht. UCS@school (bei Univention am Cebit-Stand nächste Woche zu sehen) hat bereits einige Installationen vorzuweisen, ebenso kann der Bremer Distributor auf eine beachtliche Liste an Referenzen verweisen. Eine aktuelle Pressemitteilung schildert die Details aus der Sicht der Verantwortlichen.

UCS@school anstatt Community-Projekt

In Baden-Württemberg jedoch wird UCS wohl eine andere, in vielen Bundesländern an Schulen eingesetzte Open-Source-Lösung verdrängen, nämlich paedML Die wird von den Entwicklern nun unter dem Namen Linuxmuster.net weiterentwickelt und liegt bereits als “Die freie Linux Musterlösung” in Version 5.10, Codename NiveauLINBO vor. Thorsten Koslowski, Schulassistent am Gymnasium Lüchow in Niedersachsen  schreibt uns dazu:

“Im letzten Jahr entschloss sich das LMZ die Entwicklung der paedML Linux outzusourcen. Keine Verlautbarung von offizieller Seite drang nach draußen, nur aus der Gerüchteküche ließ sich etwas vernehmen. Bis dato weiß außer den Entscheidern niemand wie der Leistungsumfang der neuen paedML Linux aussieht. Was wird aus Linbo, dem Imagesystem für die Clients in der Schule, entwickelt von Klaus Knopper im Auftrage des LMZ? 

Das LMZ stellte alles wieder auf Anfang und die Firma Univention erhielt den Zuschlag um eine “neue” PaedML linux zu entwickeln. Dem LMZ schwebte es scheinbar vor, dass einer der Entwickler die Abwicklung der PaedML Linux vornehmen sollte und die bisherige Version bis zum Erscheinen der neuen PaedML Linux weiter mit Patches versorgen sollte. Doch die Entwickler waren sich einig und keiner machte weiter. Sondern sie strebten den Fork mit der Unterstützung der Community an und zogen ihn dann auch durch.”

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