Vor allem schneller: Githubs Atom-Editor ist in Version 1.3 erschienen und steigert die Startgeschwindigkeit um 20 bis 30 Prozent. Dabei helfen verschiedene Verbesserungen. Eine portable Version gibt es auch für Linux.
Eine Kombination mehrerer Neuerungen lässt den Editor laut Ankündigung 20 bis 30 Prozent schneller starten. Unter anderem verwendet Atoms V8-Engine nun einen Cache, um den Sourcecode schneller zu übersetzen. Die Textbuffer-Calls wurden intelligenter arrangiert, was den Aufruf von “LanguageMode::unfoldAll” deutlich beschleunigt. Snippets verwenden einen Lazy-Load-Ansatz, Atom lädt sie beim Start also später, so dass sie anderen wichtigen Schritten nicht im Weg stehen. Nicht zuletzt optimiert Atom den Umgang mit asynchron geladenen Einstellungen.
Zugleich haben die Atom-Entwickler den Zugriff auf die Marker verbessert, die unter anderem die Grundlage für die Autocomplete-Vorschlagsbox, für Cursor und ausgewählte Bereiche sind. Anstelle eines B+-Tree-Index kommt nun eine randomisierte Variante eines Balanced Binary Tree zum Einsatz, ein Treap (Wortspiel aus Tree und Heap), um die Inhalte des Puffers im Auge zu behalten. Eine ähnliche Datenstruktur soll künftig Veränderungen in der Verbindung zwischen den Screen-Koordinaten und den Puffer-Koordinaten verfolgen.
Ebenfalls die Marker betrifft ein neues API-Konstrukt, das auf den Namen Marker Layers hört. Creation Handlers interagieren oft nur mit einer kleinen Untermenge der zahlreichen erzeugten Marker. Mit Marker Layers lässt sich diese Untermenge gezielt ansprechen, was die Kosten beim Erzeugen von Markern senkt und es Paketen erlaubt, die von ihnen genutzten Marker gezielter anzubieten. Suchergebnisse und Auswahlmarker sind dabei nicht länger über den Standard-Marker-Layer zugänglich. Im Fall der Suchergebnisse findet der Zugriff über einen neuen Dienst statt, den das Find-and-Replace-Paket anbietet, für Auswahlmarker gibt es eigene APIs auf Editor-Ebene.
Auf Linux und Windows gibt es nun ansonsten einen portablen Modus, Mac-User müssen sich noch ein wenig gedulden. Ist die Auto-Indent-Option aktiv, rückt der Editor Zeilen automatisch ein, wenn der Nutzer diese nach oben oder unten verschiebt. Zugleich lassen sich mehrere markierte Zeilen auf einen Rutsch verschieben.
Sämtliche Änderungen erläutern die ausführlichen Release Notes. Herunterladen lässt sich die neue Version direkt über die Webseite, sie liegt als RPM- und Debian-Paket vor. Der Quellcode wartet auf Github, mittlerweile gibt es schon eine überarbeitete Version 1.3.1.







