Durch die Übernahme von Trolltech durch Nokia und dem vermehrten Einsatz von Qt kommt der Office-Suite KOffice auf mobilen Geräten eine wachsende Bedeutung zu. Die Entwickler arbeiten nun beispielsweise an neuen Import-Möglichkeiten für Microsoft-Office-Formate .
Letzte Woche veröffentlichte der bei Nokia angestellte KOffice-Entwickler Thomas Zander in seinem Blog die Info, dass KOffice auf den künftigen Maemo-Versionen als Standard-Dokumentenbetrachter zum Einsatz kommen wird, praktisch gleichzeitig hat das KOffice-Team eine neue Beta-Version freigegeben, die unter anderem über einen deutlich verbesserten MS-Word-Importfilter verfügt.
Jetzt hat Jos van den Oever ein weiteres Stück Software geschrieben, um den Import von MS-Office-Dokumenten in KOffice zu verbessern: Einen Parser, der Powerpoint-Folien in XML umwandelt. Wie er in seinem Blog berichtet, besteht die Dokumentation zum Powerpoint-Format aus rund 660 Seiten, die Details zu den Grafiken (welche einen wichtigen Teil der Präsentationen ausmachen) umfassen weitere 620 Seiten.
Um nicht alle Seiten wälzen zu müssen, hat Van den Oever die Dokumentation in ein maschinenlesbares Format umgewandelt und daraus einen Parser entwickelt, der Powerpoint-Dateien ins XML-Format umwandelt. Über diese Methode lassen sich große Mengen von Powerpoint-Dateien einlesen und eventuelle Schwachstellen und Fehler finden. Das resultierende XML wiederum kann als Basis für einen Import-Filter benutzt werden.
Als Resultat steht nun das Qt-Programm “ppttoxml” zum Download bereit, welches einen C++- und Java-Parser enthält. Jos van den Oever bittet auch andere Entwickler, Parser für ihre Lieblingssprache zu schreiben, was mit weniger als 700 Zeilen Code erledigt werden könne.
Wer sich für Msoscheme interessiert und sich an der Entwicklung beteiligen möchte, kommt über folgende Befehle zum Quellcode und zum Binary:
git clone git://gitorious.org/msoscheme/msoscheme.git mkdir msoscheme/cpp/build cd msoscheme/cpp/build cmake .. make ./ppttoxml myfile.ppt myfile.xml
Treibende Kraft hinter den neuesten KOffice-Entwicklungen ist in erster Linie die von KOffice-Entwicklern gegründete KO GmbH, zu der auch Jos van den Oever gehört.



