Kong soll als Microservice-API-Gateway hybride und Cloud-Native-Architekturen sicher miteinander verbinden und verwalten. Version 1.0 erweitert das Einsatzgebiet und verspricht Rückwärtskompatibilität.
In Cloud-Native-Umgebungen schalten Admins Kong ihren Diensten als API-Gateway vor. Kong lässt sich dabei über Plugins erweitern, die sich dann etwa um die Authentifizierung kümmern und den Datenverkehr kontrollieren.
Laut der Releasemeldung kann Kong 1.0 nicht nur als API-Gateway dienen, sondern auch als alleinstehender Proxy für Service Meshes, die wiederum Netzwerkdienste wie Load Balancing, Authentifizierung und Firewalls in Cloud-Native-Umgebungen bringen.
Kong 1.0 bringt zudem Support für andere Cloud-Native-Technologien mit, etwa Prometheus, Zipkin (verteiltes Tracing), Health Checks und Blue-Green-Konfigurationen. Es setzt eine Certificate Authority (CA) für Zwei-Wege-TLS auf, damit Clients und Server in der Cloud verschlüsselt kommunizieren. Es leitet Raw-TCP-Traffic weiter und lässt sich so zum Beispiel als Balancer für Mailserver einsetzen, wobei es die OSI-Layer 4 bis 7 abdeckt.
gRPC und DAO
Neben REST unterstützt Kong 1.0 auch gRPC, über das sich in verteilten Umgebungen Funktionen aufrufen lassen und das dafür HTTP/2 und das Datenformat “protobuf” verwendet. Server in Rechenzentren kommunizieren dank gRPC in Rechenzentren mit geringer Latenz miteinander.
Ein neues Database Abstraction Object (DAO) soll für Kong selbst Migrationen von einem Datenbank-Schema zum nächsten erleichtern. Nutzer dürfen ihre Kong-Cluster so auf einen Schlag aktualisieren, ohne dass manuelle Eingriffe für die einzelnen Nodes notwendig sind. Nicht zuletzt lassen sich mit dem Plugin Development Kit (PDK) Erweiterungen für Kong in LUA schreiben, die auch noch mit kommenden Kong-Versionen funktionieren sollen.
Das komplette Changelog wartet auf Github. Existierende Kong-Nutzer sollten es genau studieren, da mit der Version 1.0 auch einige Breaking Changes ins Haus stehen.




