Die Macher von Apache Cordova und dem darauf basierenden Phonegap haben sich auf eine Zukunftsstrategie geeinigt. Sie wollen die APIs ihrer Plattformen zur Entwicklung von mobilen Webanwendungen an die W3C-Spezifikationen anpassen.
2011 kaufte Adobe vom kanadischen Anbieter Nitobi eine seit 2008 entwickelte Software namens Phonegap, die es ermöglichte, Mobilanwendungen in Javascript, HTML 5 und CSS 3 zu schreiben. Zugleich übergab Adobe das eingekaufte Phonegap an die Apache Software Foundation, die es seitdem unter dem Namen Apache Cordova als Open-Source-Software entwickelt. Cordova bietet quasi die Basis für Phonegap, ein um kommerzielle Komponenten erweitertes Produkt. Vergleichbar ist das Ganze grob mit Chromium und Chrome.
Der Hauptzweck von Cordova und Phonegap bestand darin, Anwendungsentwicklern eine Plattform zu bieten, während das W3C die Javascript-Spezifikationen zusammen mit den Browser-Entwicklern festzurrt. Das ist mittlerweile neun Jahre her. Weil Phonegap und Cordova ihre Spezifikationen in dieser Zeit allerdings nicht ständig an die geänderten des W3C angepasst haben, gilt ihr API für Anwendungen mittlerweile als ein eigener Standard, der von dem der Browser-Hersteller abweicht.
In einer Strategiebesprechung auf dem Phonegap Day EU haben sich die Entwickler nun darauf geeinigt, die entstandene Lücke zu schließen. Beide Projekte wollen ihre APIs an die aktuellen W3C-Spezifikationen anpassen. Die Entwickler sollen mit entscheiden, welche Plugins das Projekt aktualisieren soll, welche nicht mehr nötig sind und welche in dei Plattform selbst gehören. So wolle man es Entwicklern ermöglichen, auch künftig zeitgemäße Mobilanwendungen zu schreiben und zu paketieren.






