Die Android-Macher haben ihre IDE Android Studio auf Version 2.0 aktualisiert. Code lässt sich nun deutlich schneller bauen und testen, auch der Emulator ist fixer geladen und die Daten landen schneller dort.
Wer Änderungen an seinem Code vornimmt, möchte diese gern so schnell wie möglich sehen. Um den Prozess zu beschleunigen, haben die Entwickler für Android 2 den Build- und Run-Code optimiert. Instant Run soll, wie der Name sagt, Änderungen live anzeigen. Beim ersten Mal dauert der Build noch etwas länger. Nachfolgende Codeänderungen benötigen hingegen keinen APK-Neubau inklusive einer Installation mehr. Commits werden, abhängig vom Code mit Hilfe von Hot Swap, Warm Swap oder Cold Swap schneller integriert und angezeigt. Welcher Swap-Typ zum Einsatz kommt, entscheidet die Instant-Run-Funktion. Voraussetzung sind der Einsatz des Gradle-Plugins ab Version 2.0.0 und eine “minSdkVersion” ab 15 oder besser noch ab 21.
Wer sein Smartphone beim Entwickeln nicht direkt an den Rechner hängt, sondern den Android Emulator verwendet, darf sich auch hier über Geschwindigkeitszuwächse freuen: Der Emulator selbst läuft dreimal schneller, die Push-Geschwindigkeit von ADB hat sich laut Blogeintrag sogar um das Zehnfach verbessert. Zugleich haben die Entwickler dem Emulator ein neues Benutzerinterface spendiert.
Dank eines neuen Dienstes namens Cloud Test Lab testen Entwickler ihre Software nun in der Cloud auf ganz verschiedenen Devices und mit unterschiedlichen Konfigurationen. Wer keine eigenen Tests für seine Software geschrieben hat, kann auf einige rudimentäre Crashtests des Cloud Test Lab zurückgreifen. Damit User die App später im Play Store schneller finden, hilft Android Studio 2.0 beim Erstellen einer funktionierenden URL-Struktur für den App Indexer. Die lässt sich in der IDE direkt testen.
Nicht zuletzt heben die IDE-Macher die Verbesserungen für Open-GL-ES-Entwickler hervor, wie es in Spielen oder Anwendungen mit aufwändiger Grafik zum Einsatz kommt. Ihnen hilft nun ein GPU-Debugger, der sich allerdings noch in einem frühen Preview-Stadium befindet. Dank ihm kann der Programmierer seine App Frame für Frame auf Fehler durchforsten. Links auf die neue Version und weitere Details zu Android Studio 2.0 hält der Blogpost bereit. Zum Download geht es hier entlang, zum Betrieb ist das Java-8-JDK nötig.




