Android am Arbeitsplatz soll sicherer werden

Um Smartphones auch am Arbeitsplatz sinnvoll und vor allem sicher einsetzen zu können, startet Google nun “Android for Work”.

Laut einem Blogeintrag von Rajen Sheth, dem Produktmanager von Google, soll Android for Work eine Reihe von Features mitbringen, die das Betriebssystem für den Einsatz am Arbeitsplatz optimieren. BYOD (Bring Your Own Device) wird immer beliebter, stellt aber die IT-Abteilungen von Firmen vor ernsthafte Probleme, vor allem, was die Sicherheit angeht.

Zu Android for Work gehören unter anderem Arbeitsprofile. Sie bringen standardmäßige Verschlüsselung, Multiuser-Support und SE-Linux-Unterstützung mit und sollen ab Android 5.0 die auf Arbeit erzeugten Daten schützen und isolieren.

Für Geräte mit älteren Betriebssystemen gibt es die Android-for-Work-App, die E-Mails, Kalender, Kontakte, Dokumente und das Browsen absichert und Zugriff auf erlaubte Arbeits-Apps erteilt. Sie lässt sich ebenso von der Unternehmens-IT verwalten wie der speziell angepasste Play Store, den es nun auch in einer “for-Work”-Variante gibt. In dieser darf die Unternehmens-IT festlegen, welche Apps im Play Store der Mitarbeiter landen und welche nicht.

Nicht zuletzt sollen eine Reihe von Business-Apps den Angestellten das Leben leichter machen: Es handelt sich um Anwendungen für E-Mails, Kontakte und Kalender, die Exchange und Notes unterstützen und die Möglichkeit bieten, Dokumente, Spreadsheets und Präsentationen zu bearbeiten.

Auf Seite der Unternehmen helfen verschiedene Partner dabei, dass sich die Android-Geräte einfach verwalten lassen und mit “Android for Work” funktionieren. App-Entwickler sollen die Möglichkeit erhalten, ihre Apps für den Einsatz in “Android for Work” absichern zu lassen.

Ob deutsche Arbeitnehmer nun tatsächlich in den Genuss von Android for Work kommen, bleibt allerdings offen. Das in Unternehmen nicht unwichtige Thema Datenschutz kommt bei Google nicht vor, häufig verhindern rechtliche Fragen den Einsatz solcher Apps. Android for Work dürfte sich also vor allem an Unternehmen richten, die ihre Daten nicht schützen müssen oder wollen, wohl aber Sicherheitsprobleme durch Malware befürchten.

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