Amazons Kindle-eBook-Builder ohne Linux-Support

Wenn es um das Erzeugen von eBooks geht, kann der Kindle Preview sicherlich mehr als die schon etwas angestaubte Vorgänger-Software KindleGen. Was allerdings fehlt, ist der Support für Linux.

Wer unter Linux eigene eBooks für Amazons Kindle eBook-Reader konvertieren will oder Texte in ein vom Kindle lesbares Format umwandeln möchte, hat nun eine Option weniger. Amazon hat seine proprietäre Software KindleGen in Rente geschickt. Als Ersatz preist das Unternehmen nun den Kindle Previewer an, der Nutzern mehr Möglichkeiten biete. Was dabei allerdings unter den Tisch fällt, ist der Linux-Support: Laut der Webseite läuft der Kindle Previewer nur unter OS X und Windows (Abbildung 1).

Abbildung 1: Amazon liefert vom Kindle Previewer keine Version für Linux aus.

Glücklicherweise müssen Linux-Nutzer, die bislang KindleGen verwendet haben, nun nicht auf eigene eBooks verzichten. Die freie Software Calibre verwaltet seit einigen Jahren eBooks auch für Amazons Kindle. Die Software wandelt zugleich eBooks aus anderen Formaten in die vom Kindle erwarteten Formate um. Das gilt etwa für Bücher im Epub-Format. Amazon unterstützt das quelloffene und von vielen anderen eBook-Readern unterstützte Format nicht. Vielmehr verlangen die Ebook-Reader nach dem Mobi- oder AZW-Format. Ein ausführlicher Blogpost vom Juli 2020 erklärt, wie Nutzer ihre Calibre-Bibliothek mit Amazons Kindle synchronisieren.

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