Mit Lumberyard bringt Amazon eine eigene, freie 3D-Engine auf den Markt, die auf der Crytek-Engine basiert. Linux-Support ist geplant und der Sourcecode ist einsehbar. Dennoch gibt es Haken.
Zwar erleichtert die Engine von Lumberyard das Programmieren von Spielen für zahlreiche Plattformen und lässt sich der Sourcecode einsehen, dennoch ist die sie nicht unbedingt kostenlos und nicht frei. Als Lizenz verwendet die Engine die Lumberyard Service Terms und das AWS Customer Agreement. Letzteres überrascht nicht, da Amazon als Webservice AWS vorschreibt. Ohne diese letztlich kostenpflichtige Anbindung könne Amazon die künftige Entwicklung von Lumberyard nicht finanzieren, nur wer Spiele ohne Cloud-Support entwickele (Single Player), müsse nichts zahlen, heißt es in den FAQ.
Dort steht auch mehr zu den unterstützten Plattformen. Lumberyard, das in C++ geschrieben ist, unterstützt zur Zeit als Zielsysteme Windows-PCs, die Xbox One und die Playstation 4. Support für I-OS und Android ist in Arbeit, zudem bringt Lumberyard Support für das Oculus Rift SDK 1.0 mit und eine Anbindung an die Spieleplattform Twitch.
Auch Spiele für OS X und Linux soll die Engine künftig herstellen. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass der Editor auch auf Linux läuft. Vielmehr empfiehlt Amazon eine Windows-7-Maschine (64 Bit) mit 8 GByte RAM, einem 3 GHz Quadcore-Prozessor und einer DirectX-11-kompatiblen Grafikkarte. Für Entwickler mit Linux-Maschinen dürfte daher bis auf weiteres der Einsatz freier Engines oder der Unity- und Unreal-Engine mehr Sinn ergeben.







