Alpine Linux 3.21.0 unterstützt Loongarch64-Architektur

Alpine Linux 3.12.0 unterstützt erstmals die Programmiersprache D und läuft auf Prozessoren mit MIPS64-Architektur (Big Endian).

Die neue Version der schlanken und vor allem im Container-Umfeld beliebten Distribution betreibt im Wesentlichen Softwarepflege. Zudem steht erstmals eine Fassung für Loongarch64-Systeme bereit.

Für diese Architektur offeriert das Alpine-Team allerdings nur die Standard-Edition sowie das Mini-Root-Filesystem. Verzichten müssen Anwender insbesondere auf die Extended-Edition mit weiteren vorinstallierten Softwarepaketen.

In allen Fassungen läuft im Hintergrund der Linux Kernel 6.12, die Shell stellt die Busybox 1.37. Das Paket mit Firmware-Dateien nutzt ab sofort die Zstd-Kompression. Wer unter Alpine einen eigenen Kernel betreibt oder betreiben möchte, muss daher bei seinem Bau die entsprechende Option anknipsen („CONFIG_FW_LOADER_COMPRESS_ZSTD=y“).

Darüber hinaus hat das Alpine-Team die verfügbare Software aufgefrischt: Entwickler bekommen unter anderem GCC 14.2, LLVM 19 und Go 1.23. Auf dem Server laufen PHP 8.4 und PostgreSQL 17. Apropos PostgreSQL: Die alte Version 14 der Datenbank flog komplett aus der Distribution, während die Version 15 vom Main- ins Community-Repository wanderte.

Als Benutzeroberflächen stehen KDE Plasma 6.2, LXQt 2.1 und Gnome 47 zur Wahl. Letztgenannter Desktop-Umgebung liegt allerdings noch die Softwareverwaltung aus Gnome 45 bei. Notwendig machten dies Probleme mit dem Plugin für den in Alpine genutzten Paketmanager Apk.

Ein Upgrade auf Alpine Linux 3.21.0 gelingt schnell mit dem Kommando „apk upgrade –available“. Dabei gibt es allerdings ein paar kleinere Stolperfallen, die eine Seite im Wiki auflistet. Insbesondere muss man OpenSSH neu starten. Des Weiteren verschieben die Alpine-Entwickler die Verzeichnisse „/bin“, „/sbin“ und „/lib“ nach „/usr“. Diesen eigentlich für Alpine Linux 3.22.0 geplanten Usr-Merge bereitet die Version 3.21.0 bereits vor. Daher könnte es zu Problemen auf Systemen kommen, bei denen „/“ und „/usr“ auf verschiedenen Partitionen liegen. Folglich sollten Anwender mit einem solchen System bei einem Upgrade Vorsicht walten lassen. Die Entwickler bitten zudem, Probleme zu melden.

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