Die Firma Canonical und das von ihr gesponserte Ubuntu-Projekt haben das erste Wartungsupdate für Version 8.04 ihrer Linux-Distribution veröffentlicht.
Insgesamt seien über 200 Updates in Version 8.04.1 eingegangen, schreibt der Hersteller. Darunter befindet sich ein Upgrade des Firefox-Browsers auf die fertige Release 3.0 – er war zunächst als Version Beta 5 mitgeliefert worden.
Weitere Verbesserungen betreffen den Samba-Client, Gnomes virtuelles Dateisystem (VFS) sowie die Verwaltung proprietärer Treiber. An einer Behebung gelegentlichen Stotterns bei der Audio-Wiedergabe arbeiten die Entwickler noch. Man habe noch keine Abhilfe gefunden, die nicht alte Fehler (Regressionen) wieder einführe. Näheres zum Audio-Bug gibt es in Ubuntus Launchpad nachzulesen.
Der Ubuntu-Zweig 8.04 LTS (Long Term Support) löst als Version mit jahrelang gewährleisteter Pflege seinen Vorgänger 6.06 (Codename “Dapper Drake”) ab. Dapper-Anwender bekommen ab sofort über den Update-Manager ein automatisches Upgrade angeboten.
Ubuntu-Hardy-Anwender erhalten das Upgrade über ihr Paketmanagement. Aktualisierte Installationsmedien gibt es auf Ubuntus Download-Seite.
Canonical nimmt das Update zum Anlass, nochmals auf eine schwerwiegende Sicherheitslücke (USN-612-1) hinzuweisen: Durch einen Fehler im OpenSSL-Paket sind kryptographische Schlüssel, die auf Ubuntu 7.04, 7.10, 8.04 oder anderen Debian-verwandten Distributionen erzeugt wurden, unter Umständen vorhersagbar (Linux-Magazin Online berichtete.) Das macht Dienste wie OpenSSH und OpenVPN angreifbar. Das Problem ist bereits behoben, allen Anwender ist dringend ein Update empfohlen. Aus diesem Grund stellt die Ubuntu-Community auch aktualisierte Versionen der Ubuntu-Derivate Kubuntu, Kubuntu KDE4 Remix, Gobuntu, Xubuntu, und Ubuntu-Studio bereit. Eine Aktualisierung für Mythbuntu soll folgen.



