40 Jahre Computervirus

Vor 40 Jahren, am 10. November 1983, hat der damalige Informatik-Student Fred Cohen in einem Seminar den wohl ersten Computervirus gezeigt. Er vereinte bereits alle heute noch üblichen, schädlichen Funktionen dieser Schadsoftware.

Auf dem PC ausgeführt installierte sich das Programm und vermehrte sich, in dem es sich an andere Dateien anhängte. Dabei veränderte es sich selbst, so dass auch die Erkennung schwieriger wurde. In seiner Dissertation mit dem Titel “Computer Viruses Theory and Experiments” hat Cohen zudem den Begriff „Computervirus“ geprägt. Cohen schreib darin:  “A computer virus is a program that can infect other programs by modifying them to include a possibly evolved version of itself.” Cohen hat mit dem „Deception Toolkit (DTK)“ 1998 auch einen ersten Honeypot geschrieben.

Es gab auch vor Cohens Präsentation bereits Schadsoftware, wie den “Creeper”. Creeper war ebenfalls ein experimentelles Computerprogramm, dass dem Forscher Bob Thomas 1971 vom amerikanischen Forschungs- und Entwicklungsunternehmen Bolt Beranek and Newman zugeschrieben wird. Der Creeper gilt durch seine Vermehrungsstrategie als erster Wurm. Er zeigte die Botschaft: “I’M THE CREEPER : CATCH ME IF YOU CAN”.  Die Besonderheit an Cohens Beispiel war allerdings die eingebaute „Mutation“ des Programmcodes, die die Funktionsweise eines Virus digital nachbaute.

Das Thema Computervirus hat nichts an Aktualität verloren. Laut einer Umfrage des Digtalverbandes Bitkom wurde ein Fünftel der Internetnutzer in Deutschland in den vergangenen zwölf Monaten Opfer von Computerviren und anderen Schadprogrammen. 89 Prozent derjenigen, die einen privaten Computer nutzen Antivirensoftware installiert. Der Bitkom hat 1186 Personen ab 16 Jahren in Deutschland befragt.

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