Google soll 2,42 Milliarden Euro an die EU-Kommission zahlen, weil das Unternehmen mit Google Shopping seine Marktmacht missbraucht habe.
Indem es den eigenen Produktvergleichsdienst (Google Shopping) in seinen Suchergebnissen hervorhob, habe Google seine Marktmacht missbraucht, entschied die Europäische Kommission und brummte dem Unternehmen nun eine Strafzahlung von 2,42 Milliarden Euro auf.
Zugleich muss der Suchkonzern seine Praxis innerhalb von drei Monaten einstellen, andernfalls erwartet ihn eine weitere Strafe von 5 Prozent des weltweiten Tageseinkommen des Mutterunternehmens Alphabet. Das wären laut BBC ungefähr 14 Millionen US-Dollar. Die Strafe fällt nicht so hoch wie möglich aus, die EU-Kommission könnte laut BBC 10 Prozent der jährlichen Einnahmen von Alphabet verlangen, das wären rund 80 Milliarden Euro.
Die Kommission untersucht Googles Umgang mit den Suchergebnissen seit 2010. Damals hatte sich unter anderem Microsoft über Googles Ausnutzung seiner Marktmacht beschwert. Der Redmonder Konzern war selbst schon Teil solcher Untersuchungen und musste 2004 wegen der Bündelung von Windows mit dem Windows Media Player 794 Millionen Euro an die EU-Kommission zahlen. Es folgten noch weitere Strafen, weil er den Auflagen nicht nachkam.
Google hatte argumentiert, die EU-Kommission verstehe nicht, wie die meisten Menschen online einkaufen, das Unternehmen kann noch Einspruch gegen die Strafe erheben. Der Suchmaschinenanbieter zeigt in seiner Suche allerdings keinen neutralen Vergleich zwischen seinen Produkten an, sondern hebt “gesponserte” Ergebnisse visuell auffälliger hervor.





