Fremdsprachen lernen mit dem Raspberry Pi

Nach langer Pause habe ich ein Hobby wieder aufgenommen, das ich sehr gerne mag: Fremdsprachen lernen. Dieses Mal nehme ich aber den Raspberry Pi als Lern-Tool zur Hilfe. Ich lerne gerade mit einem Audio-Sprachkurs, und der kleine Computer hilft mir, die Wörter und Phrasen zu verinnerlichen.

Das geht ganz einfach: Ich zerlege jede Lektion mit dem Audio-Programm Audacity in Sätze und Phrasen und exportiere sie als MP3-Dateien. Am Raspberry Pi hängt ein Breadboard mit Taster und Widerstand (siehe Diagramm).

Mittels Breadboard und Widerstand lässt sich ein Taster an die GPIOs des Raspberry Pi anschließen.

Mittels Breadboard und Widerstand lässt sich ein Taster an die GPIOs des Raspberry Pi anschließen.

Drücke ich auf den Taster, wählt ein Python-Skript eine zufällige MP3-Datei aus und verwendet das Programm “mpg123”, um sie abzuspielen:

#!/usr/bin/env python
from time import sleep
import os, random
import RPi.GPIO as GPIO
GPIO.setmode(GPIO.BCM)
GPIO.setup(17, GPIO.IN)
while True: if (GPIO.input(17) == False ): randomfile = random.choice(os.listdir("./mp3")) print randomfile os.system('mpg321 ./mp3/'+ randomfile +' &') sleep(0.1);

Das Skript benötigt ein paar Softwarepakete. Sie lassen sich mit folgendem Kommando unter Ubuntu installieren:

sudo apt-get install python-dev python-rpi.gpio mpg321

Mein Skript ist noch sehr einfach, eher ein Prototyp. Vieles ließe sich noch verbessern. Ich könnte beispielsweise einen LDR (lichtabhängigen Widerstand) verwenden, um eine Datei abzuspielen, wenn Licht darauf fällt. Stecke ich den in den Kühlschrank, lerne ich jedes Mal Vokabeln, wenn ich die Kühlschranktür aufmache. Ich könnte aber auch ein LCD-Matrix-Display anschließen, um Wörter und Redewendungen anzuzeigen. Ich fürchte, vor lauter Bastel-Ideen werde ich kaum noch dazu kommen, überhaupt Japanisch zu lernen …

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