Zentralisiertes Logging ist bei den heutigen großen, skalierbaren Plattformen eine Herausforderung. Das gilt insbesondere, wenn Kubernetes im Spiel ist. Loki verspricht Abhilfe, ohne gleich zu Kalibern wie Splunk oder ELK zu greifen.
Heutige große und skalierbare Plattformen – darunter besonders jene, die Kubernetes [1] nutzen – kommen ohne zentralisiertes Logging nicht aus. Wer mit Hunderten Instanzen oder Geräten gleichzeitig zu tun hat, kann sich nicht per SSH mit einzelnen davon verbinden, um bestimmte Logmeldungen zu untersuchen. Klassische Antworten der Softwarehersteller auf das Problem heißen beispielsweise Elasticsearch [2], Logstash [3] und Kibana [4] (Abbildung 1) (“ELK”) oder Splunk [5].
Wer allerdings einmal versucht hat, einen ELK-Stack im Eigenbau auf einem Sechs-Kern-Server unterzubringen, kennt das Phänomen: Erst sieht alles gut aus, dann schaufelt Elasticsearch fröhlich Einträge auf die Platte, der RAM-Verbrauch klettert in zweistellige Gigabyte-Bereiche, und am Ende der Woche hat man einen Server, der fast ausschließlich damit beschäftigt ist, sich selbst zu verwalten. Wer es sich leisten kann, greift da zu Splunk – und wird beim Lesen der ersten Lizenzabrechnung bleich. Logging hat in der Linux-Welt [6] jahrzehntelang darunter gelitten, entweder zu fett oder zu teuer zu sein, oder beides.

Abbildung 1: Kibana ist das Standardwerkzeug des ELK-Stacks, um Logmeldungen zu durchforsten. ELK per se ist aber ein kompliziertes Biest mit hohen Hardware-Anforderungen. Quelle: Kibana
Genau in diese Lücke – zumindest für Kubernetes – stößt seit 2018 Grafana Labs [7] mit Loki [8]. Dahinter steckt ein Logging-Backend mit einer ungewöhnlichen Grundidee: Prometheus [9] für Logs. Während ELK & Co. den vollständigen Inhalt jeder Logzeile indizieren, beschrä...
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