Aus Linux-Magazin 04/2026

Marktübersicht OpenStack-Distributionen

© Pavel Timofeev / 123RF.com

OpenStack scheint im Hype um Kubernetes ins Hintertreffen zu geraten, doch private Clouds für IaaS lassen sich damit noch immer hervorragend bauen. Welche OpenStack-Distributionen existieren und wofür sie sich eignen, verrät unsere Marktübersicht.

Als OpenStack [1] vor etwa 15 Jahren Fahrt aufnahm, galt das Projekt als eine der besten Antworten auf die wachsende Dominanz proprietärer Cloud-Anbieter. Rund um das Jahr 2012 herrschte in vielen Rechenzentren eine spürbare Aufbruchsstimmung. OpenStack versprach zu liefern, was bis dahin fehlte: Eine offene, herstellerunabhängige Plattform, mit der sich Infrastructure-as-a-Service [2] im eigenen Rechenzentrum aufbauen ließ – vergleichbar mit den Angeboten von Amazon Web Services [3], aber unter eigener Kontrolle.

Der Reiz von OpenStack lag weniger in einzelnen technischen Komponenten als in der Vision eines offenen Cloud-Betriebssystems. Compute, Storage und Netzwerk sollten sich standardisiert bereitstellen lassen, automatisiert, mandantenfähig und API-gesteuert. Für zahlreiche Unternehmen klang das nach dem lang ersehnten Ausweg aus dem Vendor-Lock-in in der Cloud oder bei VMware [4] und nach einer Abkehr von starren Virtualisierungsplattformen. Hyperscaler und Telekommunikationsanbieter engagierten sich früh im Projekt, Hardwarehersteller sahen neue Absatzchancen und die Community vergrößerte sich rasant.

In dieser Phase hing OpenStack das Etikett “Linux der Cloud” an. Das Projekt zog Entwickler, Betreiber und Dienstleister gleichermaßen an. OpenStack Summits wuchsen bald schon zu riesigen, Messehallen füllenden Veranstaltungen an. Roadmaps mit OpenStack-Bezug waren betont ambitioniert und kaum ein größeres Rechenzentrumsprojekt kam aus, ohne OpenStack wenigstens evaluiert zu haben. Die Erwartungen waren hoch, ...

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