Aus Linux-Magazin 02/2026

Firebase vs. Supabase: Zwei Wege zum modernen Backend

© primipil / 123rf.com

Firebase und Supabase – zwei moderne Wege zum schnellen Backend, aber mit völlig unterschiedlichen Ideen. Die Wahl geht deshalb weit über einzelne Features hinaus. Ein Blick auf beide Plattformen lohnt derzeit besonders.

Der Markt für Backend-as-a-Service (BaaS) hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Firebase, ein 2011 gestartetes und 2014 von Google übernommenes BaaS-System, prägt seit Langem das Bild. Die Plattform bietet eine vollständig verwaltete Infrastruktur mit NoSQL-Datenbank, Authentifizierung, Storage, Cloud Functions und umfangreichen Analysewerkzeugen. Viele Start-ups und Mobile-First-Apps bauen ihre Backends auf dieser Technologie auf, weil sie eine schnelle Entwicklungszeit ermöglicht und sich nahtlos mit dem Google-Ökosystem verbindet.

Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach offenen Alternativen [1], die mehr Kontrolle über Datenmodelle, Kosten und Hosting versprechen. Supabase ist eine solche Alternative. Seit 2020 offeriert Supabase eine offene Plattform auf Basis von PostgreSQL. Sie umfasst dabei die Authentifizierung, Echtzeit-Abonnements, Storage, Serverless-Funktionen und eine automatische REST- sowie eine GraphQL-API. Das Besondere: Supabase ist vollständig quelloffen, erlaubt Selbsthosting und setzt auf SQL-basierte Datenstrukturen.

Kernarchitektur

Firebase bietet mit Cloud Firestore eine dokumentenorientierte NoSQL-Datenbank. Letztgenannte speichert Daten als sammlungsbasierte JSON-Dokumente, wobei jedes Dokument verschachtelte Unterkollektionen enthalten kann. Dieses schemalose Modell erleichtert den Einstieg und ermöglicht flexible Datenspeicherung, stößt jedoch bei komplexen relationalen Strukturen an Grenzen. Abfragen sind nur über wenige Felder möglich und die Unterstützung für Mehrfachfilter oder Joins zwischen Sammlu...

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