Die USA verlangen beim Einsatz ausländischer Fachkräfte 100 000 US-Dollar für ein H-1B-Arbeitsvisum. US-Präsident Trump wirft der IT-Branche Missbrauch und Manipulation vor. Nur wenige Deutsche erhalten dieses US-Visum.
Die USA ändern ihre Arbeitsmarktpolitik grundlegend. So sollen Firmen, die qualifizierte ausländische Arbeitskräfte beschäftigen wollen, pro Person 100 000 US-Dollar bezahlen. Das zielt vorrangig auf Arbeitskräfte aus Indien und China im Technologiesektor ab. Der US-Einwanderungs- und Ausländerbehörde USCIS [1] zufolge betrifft das nur Anträge, die nach dem 21. September 2025 eingehen. Anders als zunächst dargestellt, ist die Gebühr nicht jährlich, sondern nur einmalig zu entrichten.
Der US-Handelsminister Howard Lutnick gab die Gebührenstruktur auf einer Pressekonferenz bekannt. Er betonte, dass statt ausländischer Arbeitskräfte lieber Absolventen US-amerikanischer Universitäten eine Beschäftigung erhalten sollten. Die neuen Gebühren treten sofort in Kraft.

Abbildung 1: Damals noch heile IT-Welt – die Konzernbosse zu Gast beim US-Präsidenten. Quelle: The White House
Die in den USA beheimateten großen Technologieunternehmen reagierten umgehend auf die Ankündigung. Microsoft und Amazon zum Beispiel verschickten interne E-Mails, in denen sie den bei ihnen beschäftigten H-1B-Visuminhabern rieten, vorsichtshalber in den USA zu bleiben. Inzwischen hat die USCIS allerdings klar gestellt, dass die neue Regelung nicht verhindere, dass Inhaber eines gültigen H-1B-Visums in die Vereinigten Staaten ein- und ausreisen können.
Wenige Deutsche betroffen
Die hohe Gebühr bei der Erteilung von Arbeitsvisa in den USA dürfte für deutsche Informatiker lediglich geringe Auswirkungen haben. Nach Statistiken der USCIS verfügen aus Deutschland 1030 Personen im Jahr ...
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