Die Welt der Kubernetes-Distributionen ist bunt und chaotisch. OpenShift, Rancher, RKE, K3s – wir untersuchen, welches Werkzeug sich für welchen Einsatzbereich eignet.
Wer heute Cloud sagt, meint häufig Kubernetes [1]. Kein anderes Produkt hat in den vergangenen Jahren die Art und Weise so grundlegend umgekrempelt, wie Admins Setups in Rechenzentren planen.
Der Anspruch, mit dem das einst von Google erfundene Werkzeug antritt, ist alles andere als bescheiden: Kubernetes oder kurz K8s will nicht weniger sein als ein vollständig per API steuerbares Rechenzentrum. Dabei soll es sämtliche Aufgaben des alltäglichen Rechenzentrumsbetriebs abdecken, vom Anlegen neuer Instanzen über das Bereitstellen öffentlicher IPs und das Anbinden persistenten Speichers bis hin zur nahtlosen Integration in kundenspezifischen Anwendungen. Das passt in die hektische Cloud-Realität, in der die Benutzer möglichst viel selbst erledigen sollen. So ist K8s zum Betriebssystem der Cloud geworden.
Admins, die eine K8s-Plattform aus dem Boden stampfen wollen, stehen bald vor gewaltigen Herausforderungen. Das beginnt schon bei der Wahl einer passenden K8s-Distribution. Moment – Distribution? Der eigentlich für die Linux-Spielarten verschiedener Hersteller gebräuchliche Begriff wird mittlerweile ganz selbstverständlich im K8s-Umfeld verwendet. Das hat mit der Art und Weise zu tun, wie Kubernetes den Weg zu seinen Nutzern findet: Es besteht zwar die Möglichkeit, das Werkzeug in seiner originären Form zu verwenden, also die Vanilla-Variante [2], die das K8s-Projekt selbst anbietet. Beliebt ist dieser Ansatz aber nicht.
Das liegt daran, dass das nackte Vanilla K8s der Cloud Native Computing Foundation (CNCF) zwar mächtig, aber gnadenlos ist. Es verlangt Präzision, Erfahrung und viel Zeit. Fehler...
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