Die selbst gehostete Identity-as-a-Service-Lösung Keycloak sorgt dafür, dass die sensiblen Identitätsdaten der Benutzer in deren eigenen Händen bleiben und nicht an Drittanbieter abfließen.
In einer Zeit, in der Anwendungsarchitekturen schneller wechseln als die Jahreszeiten, bleibt eines konstant: die Notwendigkeit zu wissen, wer da eigentlich vor der digitalen Tür steht. Während wir unsere monolithischen Webanwendungen in Microservices zerlegt, unsere Server in Container gepackt und unsere Infrastruktur in die Cloud verlagert haben, ist die fundamentale Frage nach der Identität unserer Benutzer komplexer statt einfacher geworden.
Der moderne Entwickleralltag sieht heute häufig so aus: Da ist die React-basierte Single-Page-Application, die mit einer Handvoll REST-APIs kommuniziert. Diese APIs laufen als containerisierte Services in Kubernetes, interagieren mit einer MongoDB in der Cloud und müssen dabei noch mit dem Legacy-ERP-System im firmeninternen Rechenzentrum kommunizieren. Jede Komponente in der Kette stellt dieselbe Frage: “Wer bist du, und was darfst du hier?”
Die Herausforderung an sich gibt es längst, doch ihre Dimensionen haben sich verändert. Früher genügte ein Session-Cookie in der monolithischen Anwendung. Heute brauchen wir eine Lösung, die gleichzeitig eine Javascript-App im Browser, einen Node.js-Service in AWS, eine Python-API in Azure und eine Java-Anwendung im eigenen Datacenter mit vertrauenswürdigen Identitätsinformationen versorgen kann. Genau hier kommt Keycloak [1] ins Spiel.
Dahinter steckt eine von Red Hat entwickelte quelloffene Lösung für das Identity- und Access-Management (IAM). Seit April 2023 führt die Cloud Native Computing Foundation (CNCF [2]) sie als Incubating-Projekt. Anders als bei den zahlreichen Identity-as-a-Servi...
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